• Facebook
  • Twitter

Schröder über Diskussionen: Nicht "das große Ganze in Frage stellen"

© IMAGO / Team 2

Nach dem ersten Saisondrittel hält der FC Schalke 04 den Aufstiegs-Relegationsplatz inne. Trotzdem verhageln zwei Gegentore die Laune bei den königsblauen Fans, denn diese Treffer führten direkt zu zwei Niederlagen. Sportdirektor Rouven Schröder will die Lage kritisch beäugen, aber keine Grundsatzdiskussion entfesseln.

"Wollen diese Gier haben"

Ein Schuss von Stefan Lex im DFB-Pokal, ein Kopfball von Oliver Hüsing in der 2. Bundesliga – das sind die Gegentreffer, die Schalke zuletzt das Pokal-Aus und die erste Liga-Pleite nach vier Siegen in Folge bescherten. Aufgrund dieser Rückschläge mehrt sich im Umfeld schon wieder die Kritik. Für S04-Sportdirektor Rouven Schröder eigentlich ein positives Merkmal – aber nur zum Teil, wie er gegenüber dem "Kicker" deutlich machte: "Wir wollen diese Gier haben, dass wir bei nach solchen Spielen nicht zufrieden sind, ohne dabei das große Ganze in Frage zu stellen."

Denn nach zwei Niederlagen in Folge steht auch Cheftrainer Dimitrios Grammozis schnell wieder in der Schusslinie. "Wir müssen intern klar sagen, dass es an dem Tag zu wenig war und daraus die Lehren ziehen", forderte Schröder und nahm damit auch seinen Coach mit ins Boot. Von Außen lässt sich der Sportchef aber nicht treiben: "Es ist wichtig, dass wir Probleme kritisch beäugen, aber die Ruhe behalten, uns nicht von negativen Schwingungen leiten lassen und das in die richtige Bahn zu lenken." Im Klartext heißt das, dass zwei schlechte Partien auch in Gelsenkirchen kein Weltuntergang sind.

Spieler in der Pflicht

Dennoch will Schröder nichts verharmlosen. "Wir nehmen die Spieler in die Pflicht und lassen keine Selbstzufriedenheit zu. Wir haben die Antennen draußen", kündigte der 46-Jährige an. Dass Schalke aber auch "mal Spiele verlieren" wird, sei klar. Obwohl sich der Sportdirektor gerade in Heidenheim schon mehr erhofft hatte. "Es beschäftigt uns, warum wir nicht mehr geholt haben. Trotz der drei Spiele in sechs Tagen war es in Heidenheim möglich, mit einer besseren Perfomance nicht nur Unentschieden zu spielen, sondern auch zu gewinnen. Das muss in die Köpfe rein", forderte Schröder.

Mit 22 Punkten stehen die Königsblauen insgesamt aber im Soll, halten nun den dritten Rang und damit den Aufstiegs-Relegationsplatz inne. "Vor drei Monaten hätten wir gesagt, dass das ordentlich oder gut ist", erinnerte Schröder an den Saisonstart zurück, als Schalke nur schwankend in die neue Spielzeit startete. Von Dimitrios Grammozis ist der 46-Jährige daher vollstens überzeugt: "Wir wollen gierig bleiben und so viele Punkte wie möglich sammeln. Der Anspruch muss da sein. Das hat der Trainer der Mannschaft noch mal klar gemacht."