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Schultz erinnert sich an Aue und will "gieriger auf Tore werden"

© IMAGO / osnapix

Mit einem 4:2-Sieg gegen Erzgebirge Aue hat der FC St. Pauli vor fast 13 Jahren den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga perfekt gemacht. Torschütze war damals Timo Schultz, der das Kunststück am Samstag (13 Uhr) möglicherweise wiederholen könnte. Die jüngste Bilanz in Aue spricht jedoch nicht gerade für die Kiezkicker.

"Gibt einfach Stadien und Gegner"

"Die letzten fünf Spiele in Aue gingen alle verloren", erkennt FCSP-Cheftrainer Timo Schultz auf Anhieb die magere Bilanz, welche der Kiezklub gegen den FC Erzgebirge Aue für sich verzeichnet. Zuletzt war St. Pauli im Dezember 2013 in Aue erfolgreich, als noch Fin Bartels und Michael Gregoritsch für die Hamburger trafen. Ein Gefühl, an welches sich der Coach heute ebenfalls noch erinnert. "An meine wenigen Tore kann ich mich erinnern, auch an das. Es war ein Kracher aus 20 Metern. Einige haben behauptet, der war abgefälscht. Ich bin mir sicher, der hätte auch so eingeschlagen", so Schultz über seinen eigenen Treffer gegen den FCE vor 13 Jahren.

"Es gibt einfach Stadien und Gegner, mit denen man immer negative Sachen verbindet, weil man da permanent verliert oder schlecht aussieht", fuhr der FCSP-Cheftrainer fort, doch er verwies auch auf zwei weitere Dinge – zum einen hatte er bislang immer recht positive Erfahrungen im Erzgebirge gemacht, zum anderen kann St. Pauli in dieser Spielzeit durchaus Serien brechen. Die Formel dazu hatte der 43-Jährige parat: "Wir müssen noch gieriger auf Tore werden, ohne dabei ins Risiko zu gehen, weil wir unser eigenes Tor weiterhin so gut verteidigen wollen wie zuletzt."

Offensiv-Trio unersetzlich?

Zudem forderte Schultz, dass sich der FCSP nicht von der Torquote des Offensiv-Trios abhängig macht. 20 von 26 Toren wurden zuletzt durch Guido Burgstaller, Omar Marmoush und Daniel-Kofi Kyereh erzielt. "Hinzu kommen diverse Vorlagen, weil sie sich die Bälle auch noch gegenseitig vorgelegt haben. Die drei sind da vorne richtig gut drauf und haben ihren Anteil daran, dass wir in der Tabelle so geklettert", bewertete Schultz den Einsatz seiner Stürmer wohlwollend. Aber klar war auch: "Ich hätte aber nichts dagegen, und das ist dann der nächste Schritt, den wir gehen müssen, mal nach einer Ecke ein Kopfballtor einen Innenverteidigers zu sehen. Es ist am Ende auch eine Qualität einer Mannschaft, wenn es bei den Dreien da vorne nicht so gut läuft, andere Lösungen zu finden."

Offensivspieler Ryo Miyaichi wird für die Partie gegen Aue jedoch noch keine Alternative. Der Japaner soll erst mal "zehn Tage am Stück im Mannschaftstraining" im Mannschaftstraining sein – wohingehen Eric Smith bereits weiter ist. Der defensive Mittelfeldspieler ist zwar ebenfalls nicht im Kader, steht aber bereits wieder auf dem Platz. Auch bei Tore Reginiussen gäbe es "berechtigte Hoffnungen, dass er heute wieder mittrainieren kann", bei James Lawrence dagegen noch nicht.