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Schuster nach Patzern bedient: "Blaupause vom Spiel gegen Darmstadt"

© imago images / Poolfoto

Im Saisonendspurt lässt der FC Erzgebirge Aue Federn: Seit dem Re-Start in die 2. Bundesliga konnte das Team von Cheftrainer Dirk Schuster nur einen Sieg in vier Spielen einfahren und kassierte zudem gegen Heidenheim erneut drei Gegentreffer. Entsprechend bedient zeigte sich der Coach in der Pressekonferenz nach dem Match, das vor der langen Pause noch ein Verfolgerduell hätte werden können.

Aue zahlt Lehrgeld

"Heidenheim hat auf gar keinen Fall unverdient gewonnen, das wird bei meiner Analyse nicht herauskommen", machte FCE-Coach Dirk Schuster in alle Form deutlich, dass die 0:3-Niederlage der Auer an der Brenz an diesem Spieltag an seinem Gemüt nagt. Obwohl die Veilchen bei einem starken Gegner eine Halbzeit lang die Null halten konnten und dabei sogar einen Elfmeter parierten, kassierten die Auer am Ende des Tages erneut drei Gegentore – wie schon zuvor gegen Darmstadt. Nicht die einzige Parallele, die Schuster entdeckte.

"Beim ersten Gegentor löschen wir nicht richtig, beim zweiten kriegen wir die Blaupause vom Spiel gegen Darmstadt, weil wir den Fuß nicht vor die Flanke bekommen", ärgerte sich der Fußballlehrer über die beiden Gegentreffer, für welche die Auer nach Ansicht des Trainers noch einmal Lehrgeld zahlen mussten. Denn aus der Vorwoche "scheinen wir nichts daraus gelernt zu haben".

"Wollten ein, zwei Prozent drauflegen"

Dabei war Schuster durchaus darauf eingestellt, was Heidenheim den Gästen aus dem Erzgebirge anbieten wird: "Im letzten Spiel haben sie St. Pauli noch fast überrannt und dass fulminant anfangen wird, haben sie auch in den ersten Minuten unter Beweis gestellt." Dennoch konnten die Auer diesem Sturmlauf wiederstehen und sich im Laufe der Partie "besser befreien und das Spiel beruhigen". Doch am Ende steht die deutliche Niederlage auf dem Papier.

Die Gründe hierfür wird Schuster mit seiner Mannschaft erörtern müssen. "In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, keinen Zentimeter an Boden herzugeben und genauso weiter zu arbeiten, um sogar noch ein, zwei Prozent draufzulegen", lautete der Plan, den sich der FCE noch mutig zusammengelegt hatte. Doch auch Schuster musste erkennen: "Leider ist das nach zehn Minuten über den Haufen geworfen geworden." Eine Chance zur Wiedergutmachung bekommen die Auer am Sonntag (13:30 Uhr) gegen den Karlsruher SC.