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Schusters Lob für Team und Gegner: "Gibt nicht immer nur das Schema F"

© IMAGO / Kirchner-Media

Für den 1. FC Kaiserslautern steht das nächste Heimspiel am Betzenberg an. Dieses Mal haben die Roten Teufel die Kiezkicker vom FC St. Pauli zu Gast. Vor diesem Gegner zieht Dirk Schuster seinen Hut, gleichzeitig spricht der FCK-Coach über die weitere Personalplanung in seiner Mannschaft.

"Wollen noch Qualität hinzufügen"

In zwei Ligaspielen konnte der FCK bislang vier Punkte sammeln, dazu präsentierte sich Lautern im Pokal durchaus gefällig. Der Saisonstart für die Roten Teufel dürfte somit zunächst zufriedenstellend sein, doch Dirk Schuster will seöbstverständlich nichts unversucht lassen, um daran anzuknüpfen. "Ich bin momentan sehr zufrieden mit der Trainingseinstellung und -qualität, und auch dem Konkurrenzkampf. So sollte das auch bleiben", erklärt der 54-Jährige verschmitzt. Damit leitet der Übungsleiter direkt in die Kaderplanung über.

Denn das Interesse an René Klingenburg, das der FCK selbst nur aus den Medien wahrgenommen habe, lässt aufhorchen. "Wenn 'Klinge' den Wunsch hat, dann wird er auf den Verein und auf uns zukommen. Das ist bisher nicht geschehen, deswegen lässt mich das auch relativ kalt", schiebt Schuster zunächst ein Dementi vor. Klar ist, dass der FCK unabhängig davon selbst noch auf dem Transfermarkt aktiv werden will. "Wir wollen noch Qualität externer Art hinzufügen", kündigt Schuster an. Dabei geht es jedoch weniger darum, Personalien zu ersetzen, sondern viel mehr um eine breitere Aufstellung des Gesamtkaders.

Schuster lobt St. Paulis Kaderplanung

Vor fast 37.000 Zuschauern wird Dirk Schuster am Sonntag (13:30 Uhr) aber wohl mit seinem bisherigen Personal antreten. Neben Ben Zolinski (Knieverletzung) fehlen auch Avdo Spahic (Handverletzung) und Angelos Stavridis (Knöchelbruch), sowie Anas Bakhat (Zehprellung). Vom aktuellen Kader ist Schuster schon jetzt überzeugt. "Von den spielerischen Elementen her haben wir Fortschritte gemacht", zeigt der Fußballlehrer auf. "Auch kann ich damit leben, was wir aktuell für Tempo auf den Flügeln haben." Trotzdem hält der FCK in allen Bereichen die Augen auf.

Das hat auch der FC St. Pauli in diesem Sommer wieder gemacht, wie Schuster lobt. "Riesenrespekt und Hut ab, wie St. Pauli das immer wieder schafft, Spieler zu verkaufen und dann nahtlos irgendwoher Ersatz zu zuabern. Das passt dann auch brutal in die Mannschaft hinein ohne Qualitätsabfall mitzubringen", so der FCK-Coach. Trotz intensiver Gegneranalyse wird es deshalb gegen kreative Kiezkicker auch auf die eigene Cleverness im Spiel ankommen, erwartet Schuster: "Es gibt nicht immer nur das Schema F hier und Schema A da. Die Spieler müssen manchmal auch Lösungen in Sekundenbruchteilen finden." Das soll auch am 3. Spieltag wieder am Betzenberg möglich sein. Schuster vielversprechend: "Wir haben keine Angst, sondern eine breite Brust. Wir sind absolut konkurrenzfähig." Die Anerkennung dafür kommt dann auch von den Rängen, da war sich der FCK-Coach ebenfalls sicher.