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SCP verspielt Sieg: "Außer viel Ballbesitz ist wenig herausgekommen"

© imago images / Laci Perenyi

Die Talfahrt des SC Paderborn geht vorläufig weiter. Im Duell mit Eintracht Braunschweig verspielten die Ostwestfalen eine 2:0-Führung und verpassten den erhofften Befreiuungsschlag. Auch Cheftrainer Steffen Baumgart stellte fest, dass die beiden Treffer nicht das gewünschte Selbstvertrauen zurückbrachten.

"Zu langsam, zu behäbig"

"Wenn du 2:0 führst, dann willst du das Ding auch zu Ende spielen", fasste SCP-Coach Steffen Baumagrt mit seinem ersten Satz in der Pressekonferenz das Spiel seiner Mannschaft zusammen. Nach 20 Spielminuten lagen die Ostwestfalen bereits doppelt in Führung, ehe Eintracht Braunschweig den Anschlusstreffer machte. Bis zum Schluss blieb es spannend. "Du musst einfach mehr Struktur im Spiel haben", bemängelte Baumgart, dass seine Mannschaft mit zunehmender Spieldauer die Kontrolle verlor. Von neuem Selbstbewusstsein war nichts zu sehen: "Was zu erkennen war, was aber schwierig zu erklären ist, war, dass die Jungs nach dem zweiten Tor gar nicht den Mut gewonnen haben, den du eigentlich nach der schlechten Serie bekommst."

Drei Spiele in Folge verloren die Paderborner, der Befreiuungsschlag gegen Braunschweig blieb aus. Nach dem Platzverweis gegen Christopher Antwi-Adjei in der Schlussviertelstunde kamen die Gäste zurück und markierten den Ausgleichstreffer – es wäre sogar noch mehr gegen verunsicherte Paderborner drin gewesen. Steffen Baumgart war bedient: "Das war nicht so, wie wir uns das vorstellen. Wir haben den ein oder anderen Ball zu langsam, zu behäbig gespielt. Das ist schon ärgerlich."

Baumgart trotzdem froh

Nun muss der Coach die Gründe für den erneuten Rückschlag finden. "Außer viel Ballbesitz ist wenig herausgekommen", analysierte er seine vorherigen Maßnahmen, denn der SCP ließ die Torgefährlichkeit in weiten Strecken der Partie vermissen. Am Ende des Tages war auch dem Cheftrainer klar, dass die Ostwestfalen mit ihren Mitteln nicht mehr als einen Punkt holen konnten: "Wir hatten wenig Torchancen. Die beiden, die wir hatten, waren dann auch drin."

Besonders ärgert Baumgart aber nicht der Punktverlust, sondern das Zweikampfverhalten. "In vielen, vielen wichtigen Zweikämpfen waren wir nur zweiter Sieger", kommentierte der 48-Jährige die "momentane Situation", die er erst einmal hinnehmen muss. Als nächstes gilt es, diese zu verbessern. "Keiner auf dem Platz ist leichtfertig oder unkonzentriert. Fakt ist, dass uns die Leichtigkeit fehlt", so der Cheftrainer vehement. Froh war Baumgart nach Spielende trotzdem, dass nicht die vierte Niederlage in Folge auf dem Papier stand. Am kommenden Samstag soll gegen Osnabrück dann der ersehnte Befreiuungsschlag gelingen.