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Sechs Tore: Wiesbaden lässt den Knoten platzen

© imago images / Joachim Sielski

Es war das Aufeinandertreffen zweier Sieglos-Serien: Am Freitagabend trat der SV Wehen Wiesbaden beim VfL Osnabrück an – und setzte sich überaus eindrucksvoll durch.

SVWW dreht das Spiel komplett

Fünf Partien hintereinander hatte der SV Wehen Wiesbaden zuletzt nicht gewinnen können. Der VfL Osnabrück wartet derweil bereits das ganze Jahr auf überhaupt einen Sieg – und tut das auch weiterhin. Denn der SVWW schoss sich die Krise vom Leib: Sechs Treffer erzielte der abstiegsgefährdete Club am Freitag, fünf davon gleich in der ersten Halbzeit. Manuel Schäffler, der seit Dezember torlos war, traf ganze drei Mal, legte einen weiteren Treffer auf. Insgesamt: Ein Erfolg auf ganzer Linie.

Dabei sah es zu Anfang kurz aus, als könnte dem SVWW ein schwerer Abend bevorstehen: "Der Platz war schwer zu bespielen, den ganzen Tag hat es geregnet", kommentierte Trainer Rüdiger Rehm: "Wir haben an der Aufstellung schon gesehen, dass der VfL es sehr offensiv versuchen wird." So kam es auch – und die Gastgeber trafen gleich in der 3. Minute. Doch der SVWW schlug umgehend zurück und drehte das Spiel deutlich zu seinen Gunsten: "Dass wir sehr schnell zurückschlagen und das Spiel drehen – das waren natürlich wichtige Momente."

"Wir werden beißen"

So effizient kannte man die Wiesbadener zuletzt gar nicht mehr. Doch gegen Osnabrück lief alles zusammen: "Diese Effektivität war uns ein bisschen abhanden gekommen. Heute ist dieser Knoten vor allem in der ersten Halbzeit geplatzt. Wir haben eigentlich aus jeder Chance ein Tor gemacht und das schön rausgespielt. Wir haben Fehler des Gegners provoziert", freute sich Rehm: "Wenn vor der Halbzeit das 3:5 passiert, wird es eine wilde zweite Halbzeit. Genau so, wenn es in der zweiten Halbzeit kommt. Dann bebt die Bremer Brücke." Doch dazu kam es nicht. Und der SVWW sammelte ganz wichtige drei Punkte ein.

"Wir sind mit den drei Punkten sehr glücklich Wir wissen, dass es bis zum Schluss eine ganz enge Kiste wird. Wir werden beißen, dass wir am letzten Spieltag ein Finale haben. Darauf arbeiten wir hin", so Rüdiger Rehm. Denn auch, wenn der Erfolg wichtig war: Man steht noch immer akut abstiegsgefährdet auf dem 16. Tabellenplatz.