Seit neun Spielen ohne Sieg: Münster zunehmend rat- und tatlos

Der SC Preußen Münster schafft die Trendwende nicht. Im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern erlebte die Mannschaft von Alexander Ende bereits das neunte Spiel in Folge ohne Sieg. Inzwischen trennt nur noch das bessere Torverhältnis die Adlerträger vom Abstiegs-Relegationsplatz.

"Haben wir alles richtig gemacht?"

Preußen Münster hat weniger Tore als der 1. FC Magdeburg auf dem Konto, aber die Elbestädter kassierten auch wesentlich mehr Gegentreffer. So bleiben die Adlerträger bei Punktgleichheit gerade noch auf Platz 15 stehen - aber selbst das Tabellenende ist nur noch einen Punkt entfernt. Und Münster ist seit Monaten das formschwächste Team der Liga. "Hat unsere Truppe heute voll dagegen gehalten? Gekämpft? Alles rausgehauen? Ich sage: Ja", erklärte Cheftrainer Alexander Ende nach Abpfiff in der Pressekonferenz. Nur stand am Ende eine 2:3-Niederlage gegen Kaiserslautern zu Buche.

"Es gab Momente, wo wir dem Spiel vielleicht auch eine andere Richtung hätten geben können", fand Ende, dass seine Mannschaft durchaus die Möglichkeiten für ein besseres Ergebnis hatte. Doch der 46-Jährige wirkte angesichts der wiederholt ausgelassenen Chancen zunehmend ratlos. Ende fasste zusammen: "Haben wir alles richtig gemacht? Definitiv nicht. Haben wir zu viele Fehler gemacht? Das kann ich auch beantworten. Ja."

Kampf und Einsatzwille, aber wenig Ideen

Münster fehlen weiter die Ergebnisse. Reicht die Leistung aus? "Wir haben zu viele Chancen zugelassen. Du musst hier super verteidigen, du darfst dem Gegner nicht so viel anbieten und die Tore, die du bekommst, sind dann vielleicht symptomatisch." Der Cheftrainer sprach von unglücklichen Aktionen, aber auch von einem Verteidigungsverhalten, das "einfach besser" sein müsse. "So steht unter dem Strich eine massive Enttäuschung bei uns allen", so Ende.

Kampf und Einsatzwillen war den Adlerträgern nicht abzustreiten, doch zunehmend wächst der Eindruck, dass auch die Qualität fehlt. Nur Heuer glänzte mit einem Doppelpack. Die Verunsicherung war auch Ende anzumerken, der zugleich noch mit den Platzverhältnissen haderte. "Das ist halt eine Frage der Perspektive. Ich fand die Festigkeit okay, aber es ist auch eine Herausforderung gewesen", hob der Coach hervor, dass seine Mannschaft unter den Bedingungen nicht die Geradlinigkeit gefunden hatte. Aber auch grundsätzlich fehlte Münster die zündende Idee in der gefährlichen Zone, wie Ende zugab. So bleibt die Frage, wie die Adlerträger die Trendwende erzwingen wollen.

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