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Selimbegovic warnt vor Aue: "Empfangen angeschlagenen Boxer"

IMAGO / Eibner

Schnappt sich der SSV Jahn Regensburg mindestens bis Samstagnachmittag die Tabellenführung? Das Team von Trainer Mersad Selimbegovic empfängt am Freitag (18.30 Uhr) den Tabellenletzten FC Erzgebirge Aue. Dennoch weiß der Tabellenzweite, dass die Partie "kein Selbstläufer" wird. Auch, weil die Trainerentlassung beim Gegner für Ungewissheit sorgt.

"Müssen uns auf verschiedene Szenarien vorbereiten"

Wäre Fußball logisch, dann würde der Jahn am Freitag einen recht mühelosen Heimsieg gegen die Sachsen einfahren und sich vorerst an die Tabellenspitze schieben. Denn die Vorzeichen beim Duell gegen den Tabellenletzten sind klar: Die Oberpfälzer holten im Schnitt zwei Punkte pro Partie, sind Favorit gegen die Erzgebirgler, die nur drei Punkte aus sieben Partien holen konnten und sich zudem von ihrem Trainer getrennt hatten. "Das wird kein Selbstläufer", stellte Coach Selimbegovic dennoch klar und möchte vor Überheblichkeit warnen.

Dass Aue vorerst von Interimstrainer Marc Hensel betreut wird und nicht mehr von Aliaksei Shpileuski sei ein Nachteil: "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass jeder Auer Spieler alles geben wird. Sie werden versuchen, die Trendwende zu schaffen. Zudem wissen wir nicht genau, welche taktische Ausrichtung und welche Idee des Interimstrainers nun auf uns warten. Da müssen wir uns auf verschiedene Szenarien vorbereiten."

"Mit unserer Leistung bin ich zufrieden"

Sein Team empfange "einen angeschlagenen Boxer, der die Trendwende schaffen will", so der 39-Jährige. "Das sind schwere Spiele, deshalb ist es wichtig, dass wir zusammen mit den Jahnfans alles geben, damit die Punkte in Regensburg bleiben." Doch allzu sehr mit dem Gegner beschäftigen möchten sich Trainer ohnehin nicht, sondern stattdessen auf die Leistungen des eigenen Teams schauen. "Mit der Ausnahme St. Pauli waren das zuletzt wieder zwei gute Spiele von uns gegen Nürnberg und Düsseldorf, phasenweise sogar sehr gut", lobte Selimbegovic. "Mit unserer Leistung bin ich zufrieden und das ist es, was für uns zählt."

Im Duell gegen den FCE muss der Jahn auf David Otto (Aufbautraining nach Sprunggelenksverletzung) und Jann George (Faserriss) verzichten. Carlo Boukhalfa war nach seinem Nasenbeinbruch zuletzt mit Maske im Training aktiv und ist eine Option für Freitag. Auch der zuletzt angeschlagene Sebastian Nachreiner kehrt in den Kader zurück.