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SG Dynamo Dresden: "Mit heißem Herz und kühlen Kopf auftreten"

Als die Partie zwischen der SG Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg erstmalig in der 2. Bundesliga gespielt wurden, hießen die Trainer an der Seitenlinie noch Maik Walpurgis und Jens Härtel. Im 70. "Elb-Clásico" wird Cristian Fiel die Geschicke der SGD leiten, sein Gegenüber Michael Oenning ist dem neuen Cheftrainer der Dresdener kein Unbekannter.

70. Pflichtspielauflage

Der in Esslingen geborene Cristian Fiel hatte möglicherweise früher einen netten Nachbarn: Michael Oenning. Auch deswegen verspüre der neue Cheftrainer von Dynamo Dresden eine "brutale Vorfreude" auf sein erstes "Elb-Clásico" an der Seitenlinie. Es ist die 70. Pflichtspielauflage des Duells, ganze 33 Mal konnte die SGD das Match für sich entscheiden und mussten sich nur 19 Mal geschlagen geben.

Dann wäre da noch Fiels Verbindung zu FCM-Coach Oenning: "Er ist ein super Typ. Unser gutes Verhältnis muss während des Spiels aber mal für 90 Minuten ruhen." Unter Oenning konnte sich der 1. FC Magdeburg kurzzeitig stabilisieren, zuletzt erfolgte aber wieder der Einbruch gegen die direkten Konkurrenten aus Duisburg und Sandhausen. Auch Dresden liegt in der Tabelle nur einen Platz über dem FCM, hat aber immerhin schon fünf Punkte Vorsprung.

"Ich bekomme Gänsehaut"

Das Hinspiel zwischen den beiden Teams endete denkbar knapp – erst in allerletzer Minute konnte Marius Bülter den 2:2-Ausgleich für die Magdeburger erzielen, nachdem Moussa Koné Sekunden zuvor einen Elfmeter für Dresden verschoss. Im Rückspiel soll es zu dieser Möglichkeit gar nicht erst kommen: "Wir wollen leidenschaftlich auftreten. Der Wille und die Mentalität werden eine große Rolle spielen", kündigte Trainer auf der vereinseigenen Homepage an.

"Wir wollen mit heißem Herz und einem kühlen Kopf auftreten. Ich bin fest davon überzeugt, dass das morgen gut wird", verriet der Cheftrainer bereits seine Strategie. Auch Torwart Markus Schubert fiebert dem Ost-Duell entgegen: "Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich an das Spiel denke." Gleichzeitig warnt der Schlussmann aber davor, dass man sich nicht zu sehr davon ablenken lassen dürfe, was "in der Vergangenheit passiert ist". Für den Keeper zähle nur das, was "jetzt am Spieltag kommt".

Ausverkauftes Haus

Wenig verwunderlich also, dass die SG Dynamo Dresden ein ausverkauftes Haus erwartet. Wie der Verein über die Vereins-Homepage mitteilt, seien die Tageskassen zwar zusammen mit den Stadiontoren ab 11 Uhr geöffnet – alle Eintrittkarten seien aber im Vorfeld der Partie bereits über den Tisch gegangen. Damit erwarten etwa 30.500 Zuschauer den 1. FC Magdeburg im Rudolf-Harbig-Stadion.