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SGD kassiert Last-Minute-Pleite: "Schießen uns selber wieder ins Bein"

© IMAGO / Picture Point

In Heidenheim kassierte die SG Dynamo Dresden den Last-Minute-Gegentreffer, der einen Punktgewinn an der Brenz doch noch entriss. Zuvor hatte sich die Elf von Cheftrainer Alexander Schmidt das Leben selbst zu schwierig gemacht, ehe sich die Dresdner per Ausgleich zurückkämpften. Der Flanken-Regen des Gegners war am Ende zu viel.

"Zehn Minuten wie ein Jahr"

Für die Dresdner startete die Partie an der Brenz denkbar unglücklich, weil SGD-Kapitän Sebastian Mai bei seinem Startelf-Debüt einen Ball in die Füße seines Gegenspielers spielte – und Tobias Mohr ließ sich an dieser Stelle nicht zweimal bitten (5.). "Zehn Minuten im Fußball sind wie ein Jahr im normalen Leben. Da wirst du bestraft, wenn du nicht da bist", äußerte sich Cheftrainer Alexander Schmidt im "MDR" über die Anfangsphase, in der die Dresdner nicht richtig in die Partie kamen. Den Unglücksraben nahm der Coach in Schutz: "Sebastian Mai braucht auch erstmal seinen Rhythmus, wobei ich nicht sagen will, dass er jetzt Schuld ist. Hinten hat er auch viel bereinigt."

Dennoch hielt der Übungsleiter fest, dass solche Fehler in der 2. Bundesliga konsequenter bestraft werden – und ein Teil seiner Mannschaft dieses Niveau noch verinnerlichen muss. Dass Schmidt erstmals mit der Dreierkette startete und erst später auf die bewährte Viererkette zurückkehrte, habe keinen allzu großen Unterschied ausgemacht. "Meine Meinung war, dass wir so kompakter sind", blickte Schmidt dennoch selbstkritisch auf die Entscheidung zurück. Dass der SGD in der Schlussphase viele Flanken um den Kopf flogen – was letztlich den Heidenheimer Sieg vorbereitete – sei jedoch unabhängig vom System gewesen.

Schmidt fordert Cleverness

"Die letzten 15 bis 20 Minuten waren einfach ärgerlich", kommentierte Schmidt das Geschehen. "Die Mannschaft einfach höher stellen und herausschieben, dass wir sie nicht ganz so nah ans Tor heranlassen. Das war der Plan, aber das ist uns in dem Moment nicht gelungen." Obwohl die Gäste aus Dresden zu diesem Zeitpunkt am Punktgewinn schnupperten. Denn Abwehrspieler Chris Löwe hatte die SGD zwischenzeitlich wieder zurückgebracht. "Ein Unentschieden wäre nicht ungerecht gewesen", fand der Cheftrainer und erhielt Unterstützung von seinem Torschützen: "Wir schießen uns selber wieder ins Bein. Wir kommen dann überragend zurück, haben mehrere Chancen das Spiel komplett zu drehen."

Am Ende war es jedoch die zweite Niederlage infolge für Alexander Schmidt und seine Dresdner. "Wir haben alles rausgeblasen, aber wir müssen uns in verschiedenen Situationen cleverer anstellen. Auf dem Flügel muss ich einfach den Zweikampf gewinnen", betonte der Cheftrainer, dass an diesem Abwehrverhalten gearbeitet werden muss. Welchen Erfolg die Konsequenz verspricht, habe schließlich Heidenheim zum Schluss bewiesen. Der Aufsteiger ist kommenden Sonntag (13:30 Uhr) dann im Stadion am Böllenfalltor beim SV Darmstadt 98 gefordert, es besser zu machen.