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SGD mit Kampfansage in Hamburg: "Zu mutig gibt es nicht"

© IMAGO / Contrast

Dresden startete fulminant mit einem 3:0-Sieg gegen Mit-Aufsteiger Ingolstadt in die Saison. Gleich bei der ersten Auswärtsfahrt liegt ein echtes Schwergewicht vor der SGD, denn es geht am Sonntag (13:30 Uhr) gegen den Hamburger SV. Cheftrainer Alexander Schmidt rief drei Punkte als Ziel aus – denn "zu mutig" gibt es für Dynamo nicht.

Schmidt tritt auf Euphorie-Bremse

Ein Doppelpack von Christoph Daferner brachte die SG Dynamo Dresden am 1. Spieltag auf die Siegesstraße, das Solo von Heinz Mörschel war die Kirsche auf der Sahne. Zwar ist die Tabelle natürlich noch nicht aussagekräftig, doch der Aufsteiger durfte sich trotzdem Spitzenreiter nennen. "Der Saisonstart ist geglückt", freute sich auch SGD-Cheftrainer Alexander Schmidt im Nachgang immer noch über den starken Auftakt gegen Ingolstadt. Angesichts der Schlagkraft der Liga mahnte der Coach aber fast im gleichen Atemzug: "Dennoch habe ich relativ schnell auf die Euphorie-Bremse getreten. Mit dem HSV wartet ein schwerer Gegner auf uns."

In guter Erinnerung wird der SGD das Aufeinandertreffen im Vorjahr sein, denn trotz Klassenunterschied forderte Dresden den HSV im DFB-Pokal heraus – und erzielte einen spektakulären 4:1-Sieg. Rund ein Jahr später ist das Selbstvertrauen der Dresdner nicht geschrumpft. "Wir müssen mit dem Glauben und dem Willen nach Hamburg fahren, dass wir dieses Spiel gewinnen", versprach Schmidt einen Auftritt, der diese Möglichkeit bereit hält. Denn klar ist: "Zu mutig gibt es bei unserer Mannschaft nicht, weil das einfach ihr Spiel und ihr Charakter ist."

"Drei Punkte mit nach Hause nehmen"

Logischerweise will Schmidt mit seiner Mannschaft elbaufwärts aber nichts ins offene Messer rennen. "Natürlich müssen wir ein paar Dinge beachten", gab der 52-Jährige vor. "Wichtig wird aber vor allem sein, im Kopf zu haben, dass wir dieses Spiel gewinnen können." Schlielich habe der HSV nichts, was die SGD als "ebenfalls großer Klub" nicht auch hätte. "Deshalb brauchen wir nicht mit allzu großer Ehrfurcht auftreten", kündigte Schmidt an.

In der Defensive wird der Übungsleiter wohl wieder auf Michael Sollbauer bauen, der schon beim Saisonauftakt dabei war – und immer noch "sehr positiv beeindruckt" war. "Grundsätzlich gibt es als Spieler kaum etwas Schöneres, als mit einem Sieg im Rücken solch ein attraktives Auswärtsspiel vor der Brust zu haben", freute sich der Österreicher auf seinen ersten SGD-Auftritt auf fremdem Platz. Und auch Sollbauer nahm sich mit der Kampfansage nicht zurück: "Wir werden dorthin fahren, um am Ende drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Das sollte schon die Zielsetzung sein."