Sieben Punkte aus Kellerduellen - Anfang fordert: "Wir müssen nachlegen"

Vier Spiele gegen direkte Konkurrenten im Tabellenkeller hat der SV Darmstadt 98 hinter sich gebracht, die fünfte Begegnung steht den Lilien vor der Brust. Am Samstag (13 Uhr) trifft die Mannschaft vom Böllenfalltor in Hamburg auf den FC St. Pauli, was für Cheftrainer Markus Anfang ein weiteres Schlüsselspiel der Saison darstellen wird. Seung-ho Paik wird sich derweil verabschieden.

"Wechsel in letzten Zügen"

Die Gerüchte um den südkoreanischen Offensivspieler hielten sich bereits seit längerer Zeit, nun beendete SVD-Cheftrainer Markus Anfang die Diskussionen um Seung-ho Paik persönlich: "Paik kam mit der Bitte auf uns zu, in die Heimat zurückzukehren. Der Wechsel ist in den letzten Zügen, daher wird er uns am Samstag nicht zur Verfügung stehen." Dann trifft der SV Darmstadt 98 auf den FC St. Pauli und wieder einmal gilt, dass nur eine Mannschaft ihre Ausgangsposition im Tabellenkeller verbessern kann. Für die Lilien ist es bereits das fünfte Duell mit einem direkten Konkurrenten in Folge.

"Alle Spiele, die jetzt kommen, sind Schlüsselduelle. Wir haben die Chance, uns von unten abzusetzen", wollte Anfang der Partie in Hamburg gar nicht allzu viel Bedeutung zukommen lassen, sondern blickte bereits auf weitere Begegnungen voraus. Die Bilanz aus den Kellerduellen liest sich für die Darmstädter bislang nicht schlecht, aus vier Partien holte der SVD bereits sieben Punkte. Auch gegen Nürnberg hätte das Team vom Böllenfalltor nicht verlieren müssen. Auch der Sieg gegen Osnabrück brachte daher nicht nur Erleichterung: "Die Mannschaft ist auch nach dem Sieg sehr selbstkritisch gewesen. Sie wissen, dass sie besser spielen können."

Herrmann und Clemens fraglich

Neben Paik wird auch Matthias Bader fehlen, der in diesem Kalenderjahr erst zwei Einsätze für sich verbuchte. Wenig Hoffnung machte Anfang bei zwei weiteren Personalien: "Patrick Herrmann konnte gestern Nachmittag nicht trainieren, Christian Clemens hatte heute Oberschenkelprobleme und musste die Einheit vorzeitig beenden." Trotzdem würden die Darmstädter nach St. Pauli fahren, um am Hamburger Kiez einen Sieg einzufahren. "Es wird ein Duell auf Augenhöhe. Am Ende wird es wieder entscheidend sein, wie wir uns im eigenen und im gegnerischen Sechzehner verhalten", legte sich der SVD-Coach fest.

Aktuell steht Darmstadt bei 25 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz. Mit derselben Zählerzahl steht St. Pauli aufgrund des um ein Treffer schlechteren Torverhältnisses knapp hinter den Lilien. Der Lauf der Hamburger ist dabei sogar noch besser, als die Form der Darmstädter - und auch Anfang betonte: "Sie sind sehr variabel und haben in den letzten Spielen gezeigt, dass sie einen positiven Trend haben. Es wird viel um Kampf und Leidenschaft gehen." Zurücklehnen wird sich bei den Lilien daher niemand, der Coach forderte: "Wir müssen nachlegen."

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