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Sinnbildliches Spiel beim FCN: Aue fehlt die Konstanz für ganz oben

© imago images / HMB-Media

Das letzte Spiel des Jahres verlor der FC Erzgebirge mit einer 0:1-Niederlage in Nürnberg. Cheftrainer Dirk Schuster ärgerte sich nach der Partie über das nackte Ergebnis, weil er von seiner Mannschaft eines der besten Auswärtsspiele in dieser Saison gesehen hatte. Die Veilchen gelten nun als erster Verfolger der Spitzengruppe.

"Hätten mehr verdient"

19 Punkte aus 13 Spielen sind für den FC Erzgebirge Aue durchaus sehenswert, galten die Veilchen in den letzten Jahren doch immer als ein Abstiegskandidat. Dieses Image hat die Elf von Cheftrainer Dirk Schuster schon lange abgelegt, stattdessen wird das Team vom FCE stets als Geheimfavorit gelistet. Auch in Nürnberg war die Favoritenrolle deshalb nicht klar verteilt: "Wenn ich sehe, mit welcher Bereitschaft und fußballerischer Qualität wir aufgetreten sind, dann hätten wir definitiv mehr verdient, als mit null Punkten nach Hause zu fahren. Wir haben hier eines unserer besten Auswärtsspiele gemacht", so Dirk Schuster nach der Partie.

Doch das Konto des FCE blieb im letzten Spiel des Kalenderjahres leer, sodass die fünfköpfige Top-Gruppe der Liga erst einmal ohne die Veilchen auskommen muss. Der FCE bleibt allerdings in Lauerstellung, auch leistungstechnisch. "Wir waren sehr präsent, hatten einen guten Spielaufbau und gute Ballpassagen. Relativ früh hatten wir eine Großchance, die wir leider nicht gemacht haben", bedauerte Schuster die Möglichkeiten, die diesem Ruf gerecht geworden wären. Hinten reichte dagegen eine Chance für den Gegner aus: "Nach hinten haben wir ordentlich gearbeitet und mit der ersten richtigen Umschaltbewegung, der ersten richtigen Chance gehen wir in Rückstand."

FCE fehlt Konstanz

Wohin führt der Weg des FCE im kommenden Jahr? "Leider wurde es am Ende nicht belohnt", resümierte Schuster für die Partie gegen Nürnberg, was aber auch auf viele andere Partien dieser Saison anwendbar wäre. Fünf Siege, vier Unentschieden, vier Niederlagen – die Bilanz der Auer ist ausgeglichen, wird in dieser Form aber nicht für den ganz großen Wurf reichen. "Natürlich hätte Hack das Spiel auch früher entscheiden können. So waren wir bis zur letzten Minute in der Chance und haben alles versucht", sprach Schuster sinnbildlich aus, was für die gesamte Saison gilt. Nur ein Mal konnte Aue zwei Siege in Folge feiern, weswegen auch Schusters abschließendes Fazit beinahe wortwörtlich zutrifft: "Der Groll bleibt nur auf dem Ergebnis hängen." Nach dem Jahreswechsel startet der FCE mit einem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (3. Januar, 13:30 Uhr).