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"Skorpionstich" zum Werder-Einstieg: Ole Werner feiert 4:0-Debütsieg

© IMAGO / Nordphoto

Bei seinem Debüt als Werder-Coach hat Ole Werner die Bremer wachgerüttelt! Ob Distanzschuss, "Scorpion-Kick" oder Strafraumkombinationen – an der Weser klappte am Freitagabend gegen Aue so ziemlich alles. Heraus sprang ein 4:0-Sieg und die Überzeugung, dass dank des Ole-Werner-Effekts vieles ab jetzt besser werden kann.

"Es gibt genug Arbeit"

Nach einer Woche ist es selbstverständlich zu früh, um ein Fazit zur Arbeit von SVW-Coach Ole Werner zu ziehen. Gleichwohl hat der 4:0-Erfolg gegen Erzgebirge Aue an der Weser eine Euphorie ausgelöst, die den Bremern schon seit langer Zeit nicht mehr vergönnt war. Romano Schmid hämmerte die Kugel aus 20 Metern in die Maschen (7.), Milos Veljkovic bewies arthistisches Geschick bei einem sehenswerten Hackentreffer (19.) – beide Spieler waren die einzigen Akteure, die der Cheftrainer neu in der Startaufstellung brachte. Marvin Ducksch (53.) und Niclas Füllkrug (57.) zogen Aue engültig den Zahn.

"Nach den Turbulenzen der letzten Wochen war es wichtig, gut ins Spiel zu finden", hielt Ole Werner in seinem ersten Statement nach einem Werder-Spiel fest. Angesichts des Spielverlaufs war dies mehr, als nur gut gelungen. Den 33-Jährigen freute es: "Das hat dem Team das Vertrauen in die Abläufe gegeben und zu viel Präsenz geführt." Ein 4:0-Sieg zum Einsatz sei "sicherlich perfekt", so Werner, doch auch der Übungsleiter wollte sich von lediglich einer erfolgreichen Woche an der Weser nicht beeindrucken lassen. "Es gibt genug Arbeit, aber man kann trotzdem sagen, dass Jungs heute eine gute Leistung gezeigt haben", erklärte der Coach wohlüberlegt.

Füllkrugs Lob und Hoffnung

Immer wichtiger wird Niclas Füllkrug an der Weser. Seit der kurzzeitigen Freistellung vom Training vor sechs Wochen ist der Stürmer in Bestform, am Freitagabend steuerte er wieder zwei Vorlagen und einen Treffer bei. "Ich will das gar nicht überbewerten. 'Duckschi' ist auch an vielen Treffern beteiligt", verwies der 28-Jährige auf seinen Sturmpartner – und auch auf die neuen Torschützen: "Ich finde es viel wichtiger, dass wir in der Breite Torschützen vorweisen können, dass heute beispielsweise Romano dazugekommen ist. Das tut uns gut."

Einen Großteil des Erfolgs gegen Aue schrieb Füllkrug dem neuen Cheftrainer zu, nachdem er sich in der Vorwoche noch kritisch zu den Umstellungen vor der Partie in Kiel äußerte. "Ole hat uns eine klare Struktur gegeben, hat uns als Team Rückhalt gegeben und für jede Position individuell Lösungen an die Hand gegeben", lobte der Stürmer die Vorgehensweise des neuen Chefs. Auch die Ruhe, die mit Ole Werner wieder an der Weser einkehren soll, kann hilfreich sein – darauf legte sich Füllkrug ebenfalls fest: "Wir wissen, dass er länger bleibt und keine Übergangslösung ist, das war sicher für einige im Team wichtig." Ein erster Schritt wurde am Freitagabend getan.