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"Spielern ein gutes Gefühl geben": Fullands große Chance

© IMAGO / Nico Paetzel

Als Interimstrainer will Florian Fulland am Wochenende die Wende beim VfL Osnabrück herbeiführen. Eine Entscheidung hinsichtlich der Besetzung des Cheftrainer-Posten gab es derweil von Sport-Geschäftsführer Benjamin Schmedes noch nicht. Bauchschmerzen habe der Sportchef aber nicht, wenn Fullands Einsatz gegen Heidenheim nicht sein einziger werden würde.

"Haben eine klare Idee"

Im Osnabrücker Umfeld kursieren derzeit die Namen um einen Nachfolger von Ex-Cheftrainer Marco Grote. In der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim bestätigte VfL-Sportgeschäftsführer Benjamin Schmedes, dass er Gespräche mit externen Kandidaten führt. Fakt ist, dass am Samstag erst einmal Florian Fulland interimsweise auf der Bank sitzen wird. Dazu übrigens auch Ex-Profi Tim Danneberg als Assistent. "Die Abläufe rund um das Spiel waren relativ identisch", ließ Fulland in seine letzten Vorbereitungen vor der anstehenden Partie einblicken.

Veränderungen gab es vorwiegend inhaltlich, hinter dem VfL liegen drei intensive Tage. "Grundsätzlich haben wir im Trainerteam eine klare Idee, wie wir spielen wollen, und das haben wir in der Trainingswoche eingebracht", versicherte der 36-Jährige, der interimsweise vor vier Jahren in der 2. Bundesliga schon einmal an der Seitenlinie stand. Inzwischen habe Fulland viel dazugelernt, derzeit mache er zudem den Fußballlehrer-Schein. Klar ist für den morgigen Coach daher auch: "Ich habe auch klar kommuniziert, dass ich es als große Chance für mich sehe."

Schmedes hetzt sich nicht

Die Mannschaft musste der 36-Jährige jedenfalls nicht erst kennenlernen, seit 2019 ist Fulland schließlich schon im Verein. Im Training wollte er daher den Nerv des Teams treffen, welches den U19-Coach gut aufnahm: "Zu einer Idee gehört immer das Offensiv- und Defensivspiel, genauso das Umschaltverhalten. Wir haben versucht, das im Training abzubilden. Durch viele Spielformen, die wir gewählt haben, um den Spielern einen guten Eindruck und ein gutes Gefühl zu geben." Nicht mitmachen konnten Sebastian Klaas, Jay-Roy Grot und David Buchholz (alle in der Reha), sowie Etienne Amenyido und Luc Ihorst (Aufbautraining). Auch Kevin Wolze (Rippenverletzung) fällt am Samstag aus.

Gegen Heidenheim spielen Personalfragen, auch auf der Trainerposition keine Rolle. Der negative Lauf von sieben Niederlagen in Folge muss gestoppt werden, um den VfL weiterhin in Abstand zu den Abstiegsplätzen zu halten. "Ein gewisser Erfahrungsschatz ist nie von Nachteil, das sehe ich auch so. Nichtsdestrotrotz ist es nicht das einzige, was am Ende entscheidend ist", blickte Schmedes voraus, was ein neuer Cheftrainer möglicherweise mitbringen könnte. Entscheidend sei letztlich ohnehin nur der Inhalt, sodass sich der Sport-Geschäftsführer auch nichts überstürzen wollte. Bauchschmerzen habe er bei Florian Fulland schließlich nicht – und sah zuversichtlich voraus: "Es ist meine Pflicht, das bestmögliche für den Verein herzustellen und daran arbeite ich derzeit." Am Samstag (13 Uhr) kann die Mannschaft ihren Teil dazu beitragen.