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Spitzenreiter Bielefeld: "Wir waren vielleicht etwas nervös"

Arminia Bielefeld eroberte in Nürnberg die Tabellenspitze der 2. Bundesliga – und das mit einem fulminanten 5:1-Sieg beim Bundesliga-Absteiger. Vor dem Spiel fürchteten die Spieler allerdings gleich mehrere Faktoren, sodass sich die Bielefelder erst einmal Mut anschießen mussten.

3:0 reichte Neuhaus nicht

"Natürlich bin ich sehr zufrieden nach einem 5:1-Sieg beim 1. FC Nürnberg", hieß es von Seiten des Cheftrainers des neuen Zweitliga-Spitzenreites, Uwe Neuhaus, nach der Partie in Mittelfranken. Was sollte er auch anderes sagen? Vielleicht seine anfänglichen Bedenken: "Das Ergebnis sagt es nicht so aus, aber anfangs hatten wir Probleme." Der Tabellenführer übt sich in Bescheidenheit, obwohl der 1. FC Nürnberg zugegebenermaßen in den ersten zehn Minuten mithalten konnte.

Dann aber fielen drei Treffer in fünf Minuten für die Bielefelder – und selbst das sorgte bei Uwe Neuhaus noch nicht für Sicherheit. "In der Halbzeit habe ich der Mannschaft klargemacht, dass ein 3:0 noch keine Entscheidung ist. Wir wollten zu Null spielen", erklärte der Cheftrainer und behielt Recht: "Mit dem 3:1 habe ich die Befürchtungen bestätigt bekommen, mit dem 4:1 ist das Spiel dann aber entschieden." Dann konnte sich auch der 59-Jährige etwas zurücklehnen und den fünften Treffer genießen.

"Drei Schüsse, drei Treffer"

Weil der Hamburger SV am Vortag die Chance verpasste, seine Tabellenführung auszubauen, thronen die Bielefelder nun von ganz oben. Die Gabe der Bescheidenheit reichte Neuhaus dabei auch an seine Spieler weiter. "Wir waren vielleicht etwas nervös, weil wir wussten, dass wir Tabellenführer werden können", gab auch Jonathan Clauss nach dem Abpfiff zu. Der Torrausch zu Spielbeginn gab die nötige Sicherheit: "Dass wir aus drei Schüssen drei Treffer machen, war natürlich perfekt für uns."

Es sei zwar noch früh in der Saison, doch "auf die Tabelle dürfen wir trotzdem gucken". Mit diesem Selbstvertrauen überspielten die Bielefelder dann auch den ungewissen Faktor des Nürnberger Trainerwechsels. "Wir wissen, dass wir eine gewisse Qualität haben, aber heute war es auch schwierig, weil wir nicht wussten, wie Nürnberg durch den Trainerwechsel spielt und aufläuft", erklärte beispielsweise Andreas Voglsammer, der eine Stärke der Bielefelder besonders hervorhob: "Da wir klar im Kopf geblieben sind und es souverän gespielt haben, geht der Sieg wohl auch in der Höhe in Ordnung."

Es wäre allerdings wohl nicht der Klub von Uwe Neuhaus, wenn der erfahrene Cheftrainer selbst dann nicht noch etwas zu verbessern hätte: "Ich glaube, dass wir trotz allem noch Luft nach oben haben."