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Sportinvalide: VfL-Urgestein Dercho muss Karriere beenden

Mit dem VfL Osnabrück feierte Alexander Dercho zweimal den Aufstieg als Drittliga-Meister, in der 2. Bundesliga wird der Linksverteidiger aber nicht mehr zum Einsatz kommen – der 32-Jährige beendet aus Verletzungsgründen seine Karriere. Künftig wird Dercho sich zum Versicherungskaufmann umschulen lassen.

Letzter Auftritt gegen Würzburg

Sein letztes Spiel für den VfL Osnabrück bestritt Alexander Dercho als Joker beim 2:1-Auswärtssieg in Würzburg am 20. Spieltag der abgelaufenen Saison, eine Woche zuvor stand der 32-Jährige noch gegen die SpVgg Unterhaching in der Startelf. Sprunggelenksprobleme verhinderten weitere Einsätze für den Aufstiegshelden von 2010, der die Geschichte mit dem VfL neun Jahre danach wiederholen konnte.

Nun ist Schluss für Dercho, mehrere Operationen am Knöchel brachten dem Linksverteidiger keine vollständige Genesung ein – eine Sportinvalidität wurde bei dem Profi-Fußballer festgestellt. "Ich hatte viel Zeit, mich mit den Gedanken an ein Karriereende zu befassen. Wenn es dann aber Schwarz auf Weiß feststeht, dann ist das erstmal unheimlich schwer zu realisieren. Darauf kannst du dich einfach nicht vorbereiten", erklärt der Linksverteidiger in einem Statement auf der VfL-Homepage.

Dercho mit 240 Drittliga-Spielen

Er habe sich für die Jungs auf dem Rasen gefreut, gleichzeitig sei ihm das Zuschauen unglaublich schwierig gefallen. "Gerne hätte ich einen aktiveren Teil dazu beigetragen, meine Karriere um weitere Zweitligaspiele ergänzt und den Zeitpunkt des Endes selbst bestimmt", trauert der 32-Jährige der Aussicht auf Einsätze in der 2. Bundesliga nach, doch Sorgen muss er nicht in seine Zeit nach der aktiven Karriere mitnehmen.

Inklusive seiner Einsätze in der A-Jugend-Bundesliga bestritt Dercho ganz 368 Spiele in seiner Karriere, darunter 240 Drittliga-Partien, 19 Zweitliga-Spiele und Einsatz gegen den VfL Bochum in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt. Nach seiner aktiven Karriere wird Dercho nun eine Umschulung zum Versicherungskaufmann machen und sich ein zweites Standbein aufbauen – die Spiele des VfL könne er dann wieder mit gutem Gefühl von der Tribüne aus schauen.