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St. Pauli: Der Diamantakos-Frust

© imago images / Sven Simon

Der FC St. Pauli steckt im Abstiegskampf fest. Nach der bitteren 1:2-Niederlage in Kiel, stehen die Kiezkicker nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz. Einer, der die Hamburger aus dem Abstiegskampf schießen könnte, stand 2020 noch keine Sekunde auf dem Platz – Dimitrios Diamantakos.

Diamantakos unzufrieden

Mit sechs Toren und zwei Vorlagen in nur zehn Spielen ist Diamantakos geteilter Topscorer beim FC St. Pauli. Dennoch sah der 26-Jährige im Jahr 2020 noch keine einzige Spielminute, stand am vergangenen Montag gegen Kiel noch nicht einmal im Kader. "Das hat immer erst mal eine sportliche Begründung", erklärte Trainer Jos Luhukay gegenüber der "Bild" die Entscheidung. "Vielleicht spielen noch andere Gründe mit. Aber das lasse ich lieber intern", fügte der 56-Jährige vielsagend an.

Sportchef Andreas Bornemann sorgte hingegen schon für mehr Klarheit: "Es ist schwierig, wenn die Unzufriedenheit zu sehr zur Schau gestellt wird", kritisierte der 48-Jährige den Stürmer. Beispielhaft für das Verhalten des Griechen steht beispielsweise eine Szene nach dem Stuttgart-Spiel, als sich die Mannschaft auf dem Platz im Kreis versammelte, Diamantakos jedoch auf der Bank sitzen blieb.

Luhukay bleibt Trainer

Auch im Training stellte der Torjäger seine Unzufriedenheit offen zur Schau, sodass Luhukay den 26-Jährigen sogar vorzeitig in die Kabine schickte. Die Nicht-Nominierung für das Spiel in Kiel war die Folge. "Emotionen gehören dazu. Aber es darf nicht zu sehr abdriften", begründet Bornemann die Entscheidung. Ob Diamantakos beim Abstiegsgipfel am Freitag gegen Dresden im Kader steht ist offen. "Das war eine Maßnahme für ein Spiel. Die Uhr steht nun wieder bei null. Es geht von vorne los, sich in der kurzen Woche für den Kader zu empfehlen", lässt Bornemann die Tür offen.

Sicher ist auf jeden Fall, dass Luhukay auf der Bank Platz nehmen wird. "Die Schwankungen in den letzten Jahren sind für mich auch darin begründet, dass man an der Schraube vielleicht zu oft und auch zu schnell gedreht hat", begründet Bornemann das Vertrauen in den Trainer.