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St. Pauli feiert Heimsieg: "Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht"

IMAGO / Lobeca

Auch wenn es am Ende noch einmal kurz spannend wurde, hat der FC St. Pauli einen erfolgreichen Auftakt in die neue Saison gefeiert. Die Kiezkicker setzten sich zu Hause mit 3:2 gegen den 1. FC Nürnberg durch und zeigten, dass sie auch nach den Abgängen ihrer Top-Scorer in der Offensive gefährlich sind.

Doppelschlag vor der Pause

Eines der bestimmenden Themen bei den Hamburgern war und ist noch immer, ob die Mannschaft die Abgänge von Guido Burgstaller (18 Tore, 7 Vorlagen) und Daniel-Kofi Kyereh (12 Tore, 10 Vorlagen) auffangen und trotzdem Tore erzielen kann. Die Antwort lautet seit dem Samstag: Ja!

Gleich drei Tore schenkte die Truppe von Trainer Timo Schultz den Franken ein. Jackson Irvine (24.), Leart Paqarada (37./Elfmeter) und Lukas Daschner (39.) stellten schon vor der Pause einen beruhigenden Vorsprung her. "Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Die Nürnberger waren gut im Spiel, dann machen wir das 1:0 und legen schnell hintereinander das 2:0 und 3:0 nach. Da war Nürnberg geschockt, dass wir auf einmal 3:0 führen", sagte Marcel Hartel. Der Coach fügte an: "In der ersten Halbzeit haben wir es geschafft, ohne Gegentor zu bleiben. Das war für uns extrem wichtig. In so einem Spiel hast Du dann auch Momente, die für dich ausfallen. Eine top geschlagener Freistoß und ein Elfmeter, den man sicherlich geben kann, aber nicht muss."

"Spiel nicht überbewerten"

Doch nach dem Seitenwechsel erzielten die Gäste durch Kwadwo Duah sofort das 1:3 und waren wieder in der Partie (46.). "Die zweite Halbzeit hat uns dann nicht mehr so gut gefallen, das gilt es nächste Woche besser zu machen, damit wir nicht in Bredouille kommen", forderte Daschner. Die großen Momente in der Offensive blieben in der Folge aus. Der Nürnberger Anschluss von Enrico Valentini kam zu spät (90.+3). "Dass wir es am Ende spannend gemacht haben, nervt mich ein wenig, mit dem Sieg können wir aber gut leben", so Daschner.

Auch wenn der Auftakt geglückt ist, solle man ein Spiel "nicht überbewerten", meinte Trainer Schultz. Schließlich hätte es "auch in die andere Richtung laufen können. Wir haben aber viele Sachen gesehen, die wir letzte Saison schon drin hatten, und einige Sachen, die wir uns in der Vorbereitung antrainiert haben. Ich habe aber auch einige Sachen gesehen, die wir noch besser machen müssen. Am ersten Spieltag muss aber noch nicht alles klappen".

Kommenden Samstag steht für Pauli das Auswärtsspiel bei Hannover 96 an.