St. Pauli im Abstiegskampf: Wessen Kopf wird rollen?

Cheftrainer Timo Schultz bekommt beim FC St. Pauli das Vertrauen, dass er das Ruder für den taumelnden Zweitligisten herumreißen kann. Stattdessen droht nun den bisherigen Säulen auf dem Feld die Ungnade. Torhüter Robin Himmelmann wurde kurz vor dem Jahreswechsel bereits ausgetauscht, weitere Akteure könnten folgen. Derweil wird auch der Markt sondiert.

"Hatten darauf vertraut"

In den letzten beiden Partien vor Weihnachten hütete Eigengewächs Svend Brodersen das Tor des FC St. Pauli - und musste fünf Mal hinter sich greifen. Das liegt freilich nicht alleine an der Leistung des 23-Jährigen. Nach dem Absägen von Robin Himmelmann als Nummer eins ist naheliegend, dass am Kiez künftig weitere Köpfe rollen könnten. Bisher unumstrittene Spieler wie Daniel Buballa, Marvin Knoll oder Philipp Ziereis stehen in der Abwehr auf dem Prüfstand.

"Wir hatten darauf vertraut, dass einige Spieler, die zuvor aus verschiedenen Gründen schwierige Phasen hatten, wieder zu alter Stärke finden", räumte Sportchef Andreas Bornemann gegenüber dem "Kicker" ein, dass sich im Sommer möglicherweise eine gewisse Nachlässigkeit in die Kaderplanung eingeschlichen hatte. Mit der Verpflichtung des vereinslosen Innenverteidigers Adam Dzwigala korrigierte der FCSP seine Fehlplanung bereits leicht, es sollen aber weitere Schritte folgen - auch im internen Umsturz von Säulen: "Wir reden von zwei oder drei weiteren Spielern."

FCSP vor Nervenschlacht

Hinzu kommt Verletzungspech bei eingeplanten Führungsspielern, beispielsweise bei Königstransfer Guido Burgstaller (Gefäßverletzung im Bauchraum) oder Kapitän Christopher Avevor (Sprunggelenksverletzung). Der FCSP steht also vor dem Jahreswechsel auf dem Prüfstand - und dabei geht es auch um die Frage, welcher Profi der Nervenschlacht um den Klassenerhalt gewachsen ist. Ein Sieg im Nachholspiel gegen Würzburg würde bereits ausreichen, um zumindest den direkten Abstiegsplatz zu verlassen. Aber "wir dürfen uns nicht reich rechnen", mahnte Bornemann. Ein Kopf, der definitiv nicht rollen wird, ist der von Cheftrainer Timo Schultz. Ihm schenkt der Kiezklub weiterhin das Vertrauen.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"