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St. Pauli nach 1:4 frustriert: "Das ist einfach zu viel"

Viel bitterer hätte es für den FC St. Pauli wohl nicht kommen können: Nicht nur, dass man den zweiten Tabellenplatz wieder an Köln verloren hat – mit 1:4 fiel die Niederlage auch unerwartet deutlich aus. Im Anschluss zeigten sich die Kiezkicker selbstkritisch.

"Ein Klassenunterschied"

Mit der Partie Köln gegen den FC St. Pauli stand ein echtes Top-Spiel der 2. Bundesliga an: Zweiter gegen Dritter. Doch die Partie offenbarte, dass die nun ehemalig direkten Tabellennachbarn eventuell doch etwas weiter auseinander liegen, als die aktuelle Platzierung glauben macht. So zumindest das Fazit von Marvin Knoll: "Man muss sagen, dass Köln verdient gewonnen hat. Es muss schon viel zusammenkommen, wenn man hier gewinnen will", bilanzierte der Mittelfeldspieler: "Heute hat man einen Klassenunterschied gesehen. So ist das manchmal im Fußball."

Und tatsächlich: Im Laufe der Partie ließen die Geißböcke nur selten Zweifel am Sieger des Spiels aufkommen. Den Hoffnungsschimmer, der durch Alex Meiers zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 (38.) aufkeimte, erstickte Jhon Córdoba mit seinem zweiten und dritten Treffer der Partie (53./58.) im Ansatz. Schon zuvor hatte der Kölner Angreifer seine Mannschaft auf die Siegerstraße gebracht (32.), Simon Terodde machte schließlich den Deckel drauf (85.). "Wenn du 1:4 verlierst, dann ist es bitter und kein schönes Debüt", gab Startelf-Debütant Justin Hoogma zu Protokoll: "Köln war ein sehr guter Gegner und hat heute verdient gewonnen. Schade, dass es mit dem 4:1 so deutlich geworden ist und drei Standardtore dabei waren. Das ist einfach zu viel."

Pauli will zurückschlagen

"Córdoba hatte schon einen guten Tag", musste auch Pauli-Stürmer Sami Allagui anerkennen: "Heute haben sie einen richtig guten Tag erwischt. Trotzdem waren wir bis zur Halbzeit mit dem 1:1 noch da, dann erwischt uns Köln nach der Pause direkt." Nun gelte es, die Gedanken schnellstmöglich auf die kommenden Aufgaben zu richten: "Wir haben jetzt zwei Tage frei und versuchen, das Spiel schnell abzuhaken und aus den Köpfen zu bekommen. In der nächsten Woche wollen wir wieder zurückschlagen." Das sah auch Marvin Knoll so: "Jetzt kommen die Teams, mit den wir uns messen können und werden."

Als nächstes Treffen die Kiezkicker auf den FC Erzgebirge Aue, anschließend folgen Partien gegen Ingolstadt und den SC Paderborn.