St. Pauli: Resignation nach erster Niederlage seit März
Seit Ende März hatten die Kiezkicker nicht mehr verloren, da setzte es ausgerechnet im DFB-Pokal bei einem Drittligisten eine Niederlage. Beim knappen 1:2 gegen den SC Paderborn schnupperten die Hamburger in Unterzahl in der Nachspielzeit am Ausgleich. Zu mehr reichte es nicht. In der vergangenen Spielzeit waren die Paulianer in der zweiten Runde von Hertha BSC (0:2) gestoppt worden.
"Zwei riesen Dinger zum Schluss"
Für Chefcoach Olaf Janßen war es die erste Niederlage mit den Kiezkickern. Seine Mannschaft habe das Spiel weitestgehend im Griff gehabt, die Ostwestfalen aber die Tore erzielt. "Das erste Gegentor ist ein Sonntagsschuss und beim 0:2 sind wir in Unterzahl", ärgerte sich Janßen. "Wir hatten noch zwei riesen Dinger und hätten den Ausgleich erzielen können“, so der Trainer. Daniel Buballa fand auch ein paar selbstkritische Worte: "Nach so einem Sonntagsschuss zum 1:0 ist es schwer, immer wieder anzurennen. In der zweiten Halbzeit hatte ich immer das Gefühl, dass wir noch ein Tor machen, wenn wir hinten sicher stehen. Wir haben aber den Zugriff nicht gefunden. Nichtsdestotrotz darf es nicht passieren, dass wir so ausscheiden.“
Abwehrchef Lasse Sobiech verletzt
Keeper Philipp Heerwagen machte vor allem das verletzungsbedingte Ausscheiden von Abwehrchef Lasse Sobiech für die Niederlage verantwortlich. "Das erste Gegentor kurz vor der Halbzeit war doof, aber die entscheidende Szene war, dass Lasse nicht weitermachen konnte. Er fehlte beim 2:0 in der Mitte. Wir haben in Unterzahl den Fight angenommen und verdient das Anschlusstor gemacht. Ein weiteres Tor und somit ein ausgeglichenes Spiel haben wir aber bereits in der ersten Halbzeit versäumt.“ Beim Ligaspiel am Freitag in Darmstadt wird Robin Himmelmann wieder das Tor hüten. Ob Lasse Sobiech auflaufen kann, ist mehr als fraglich.