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St. Pauli trifft Schalke am Millerntor: Fave freut sich auf Topspiel

© IMAGO / Zink

Spitzenspiel am Millerntor! Der FC St. Pauli trifft auf den FC Schalke 04 (Samstag, 20:30 Uhr) und kann den Verfolger mit einem Sieg abschütteln. Allerdings steht noch nicht fest, ob die Kiezkicker auf die Unterstützung von den Rängen bauen können. Cheftrainer Timo Schultz wird definitiv fehlen – doch das machte Assistenzcoach Loic Fave nicht nervös.

"Schalke wird einen Schritt machen"

Am heutigen Donnerstag tagt der Bund-Länder-Gipfel und könnte bundesweit beschließen, dass wieder Geisterspiele in die deutschen Stadien einkehren. Das würde bereits das Topspiel am Samstag zwischen St. Pauli und Schalke betreffen, doch klar ist bislang noch nichts. "Ein Heimspiel mit Fans am Millerntor, das hat man im bisherigen Saisonverlauf auch gemerkt, hat einfach einen Einfluss", würde FCSP-Assistenztrainer Loic Fave das Fehlen der Zuschauer bedauern. Der 28-Jährige wollte sich aber nicht zu sehr mit den Gedankenspielen beschäftigen: "Es ist aber eine Sache, die wir nicht beeinflussen können. Deswegen bringt es auch nichts, sich zu viele Gedanken darüber zu machen, sondern sich stattdessen auf das zu fokussieren, was wir beeinflussen können."

Sportlich bereiten sich die Kiezkicker – ohne den in häuslicher Quarantäne befindlichen Cheftrainer Timo Schultz – auf das Spitzenspiel mit dem Bundesliga-Absteiger vor. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass Schalke zum Ende der Hinrunde und im Laufe der Rückrunde noch mal einen Schritt machen wird", legte sich Fave bei der Qualität des Gegners fest, doch am Millerntor soll das möglichst nicht geschehen. Eine Niederlage würde die Schalker wieder auf drei Punkte an den Spitzenreiter aus St. Pauli heranbringen – andersherum würden die Kiezkicker bei einem Erfolg den direkten Konkurrenten schon auf neun Zähler distanzieren.

Rückschläge werden St. Pauli nicht um

Die Einsätze von Philipp Ziereis (Rückenschmerzen) und Jakov Medic (Nasen-OP) scheinen nicht gefährdet zu sein, wenngleich hinter dem Abwehrduo ein kleines Fragezeichen bleibt. Untersuchungen bei Afeez Aremu (Fußverletzung) stehen noch aus. Sorgen machte sich Fave vor der Partie daher nicht, zumal das Team bislang in jeder Saisonphase flexibel blieb. "Wir haben elf verschiedene Torschützen und sind die Mannschaft mit den meisten Joker-Toren. Das spricht dafür, dass wir eine gute Breite und viele gute Alternativen im Kader haben, die wir im Laufe der Saison alle auch brauchen werden", verwies der 28-jährige Co-Trainer auf die Statistik.

Rückschläge, wie zuletzt gegen Darmstadt (0:4), konnte der FCSP mit zwei Siegen gegen Sandhausen (3:1) und Nürnberg (3:2) wegstecken. "Im Vorjahr hat es uns mehr zurückgeworfen, wenn wir ein Spiel verloren haben oder einzelne Phasen in den Spielen nicht so gelaufen sind, wie wir uns das vorgestellt haben", sah Fave den Fortschritt – warnte aber auch davor, dass "noch Widerstände, vielleicht auch noch größere im Laufe der Saison kommen" könnten. Zumal das auch auf den Gegner zutrifft, der seinerseits auf Simon Terodde verzichten muss. "Dass er ein super Stürmer ist, braucht man nicht diskutieren. Schalkes Kader hat aber eine gute Breite, mit anderen Stürmertypen kommen dann andere Herausforderungen auf uns zu", rechnete Fave mit viel Gegenwehr.