St. Pauli vor dem Rückspiel: "Verbinden mit Würzburg positive Gedanken"
Der FC St. Pauli reitet weiterhin auf einer Welle des Erfolgs und könnte gegen das Schlusslicht aus Würzburg am Samstag den vierten Sieg in Serie feiern. Wäre da nicht der schwache Saisonstart gewesen, würden die Hamburger womöglich sogar um den Aufstieg mitspielen. Auf solche Rechenspiele hat Cheftrainer Timo Schultz allerdings gar keine Lust und warnt lieber vor den Kickers, gegen die das Hinspiel zu einem Wendepunkt für die Mannschaft wurde.
Andere Vorzeichen als noch beim Hinspiel
Die Vorzeichen gegenüber dem Hinspiel bei den Würzburger Kickers könnten für den FC St. Pauli kaum unterschiedlicher sein. Damals steckte der Kiezklub selbst tief im Abstiegskampf fest und hatte zuvor nur eins von 13 Spielen gewinnen können. Und dann lag man bei den Unterfranken auch noch mit 0:1 in Rückstand und befand sich nach einer gelb-roten Karte gegen Marvin Knoll in einer Unterzahl-Situation. Doch ein Treffer von Rico Benatelli rettete den Hamburgern schließlich noch einen Zähler und leitete die Wende ein. "Das Hinspiel war ein Schlüsselpunkt, wo einige Sachen gegen uns gelaufen sind, wir uns aber erfolgreich gewehrt haben. Seitdem sind wir ganz gut in der Spur. Entsprechend verbinden wir mit Würzburg auf jeden Fall positive Gedanken", erinnert sich Cheftrainer Timo Schultz vor dem Rückspiel am Samstag.
Mittlerweile haben sich die Kiezkicker auf den achten Platz vorgekämpft und gehören zu den Spitzenteams der Liga. Am Samstag winkt gar der vierte Sieg in Serie. Kein Wunder also, dass sich manch einer zuletzt überlegt hat, wo der FC St. Pauli wohl stehen würde, hätte es nicht diesen schwachen Saisonstart mit nur zehn Punkten aus 15 Spielen gegeben. "Zu einer Saison gehören nun mal 34 Spieltage", hält Schultz allerdings nichts von solchen Rechenspielen. "Ich tue mich sehr schwer damit, jetzt zu sagen, dass noch was drin wäre, hätten wir in der Hinrunde zwei, drei Siege mehr geholt. Dann hätten wir nicht diese Konsequenzen im Winter gezogen." Der 43-Jährige konzentriert sich lieber auf das Rückspiel gegen die Kickers und warnt davor, den Gegner zu unterschätzen.
Schultz steht beinahe der komplette Kader zur Verfügung
"Sie haben noch mal Morgenluft gewittert und sind drauf und dran, den Anschluss herzustellen", so Schultz, der sich die letzten beiden Spiele des kommenden Gegners noch einmal genauer angeschaut hat. "Unter dem neuen Trainer haben sie gut umgeschaltet und bei Standards waren sie sehr gefährlich. Die müssen wir weiterhin so gut wegverteidigen, wie wir es die ganze Saison gemacht haben." Dabei steht Schultz beinahe die komplette Kapelle zur Verfügung: "Wenn ich die Jungs fragen würde, wer spielen will, würden wahrscheinlich alle den Arm heben." Einzig der langzeitverletzte Kapitän Christopher Avevor wird wieder passen müssen, zudem wird es bei Christopher Buchtmann und Ryo Miyaichi wohl noch nicht wieder für 90 Minuten reichen.