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St. Pauli: Ziereis-Ersatz dringend gesucht

Der FC St. Pauli will notgedrungen entgegen seiner ursprünglichen Pläne in der laufenden Wechselperiode noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Die Hanseaten suchen für das Aufstiegsrennen nach dem vorzeitigen Saisonaus von Philip Ziereis wegen einer schweren Knieverletzung Ersatz für die Innenverteidigung.

 „Das ist ein hartes Brett und tut richtig weh“

„Wir schauen, welche Möglichkeiten es auf dem Markt gibt“, sagte Sportchef Uwe Stöver im Fachmagazin Kicker. Ziereis, der im Trainingslager des Tabellendritten in Spanien einen Kreuzbandriss und einen Innenmeniskusriss erlitten hat, ist nach Torjäger Henk Veerman (ebenfalls Kreuzbandriss) der zweite langfristige Ausfall in St. Paulis Kader: „Uns sind zwei Stammspieler mit absoluter Topqualität weggebrochen. Das ist ein hartes Brett und tut richtig weh“, machte Stöver die Ausmaße der Verletzungen deutlich.

Trainer Markus Kauczinski hält sich gleichwohl mit Forderungen nach Ersatz für Ziereis zurück und erwägt alternativ eine Umstellung in der Abwehr mit dem vorhandenen Personal. „Wir haben Marvin Knoll und Florian Carstens, dazu Marc Hornschuh und Jan-Philipp Kalla“, verwies der Coach zuletzt auf seinen Möglichkeiten. Hinter allen vier Kandidaten stehen jedoch aus unterschiedlichen Gründen Fragezeichen.

Der Ausfall von Ziereis trifft St. Pauli an einer empfindlichen Stelle. Nicht zuletzt durch die starken Auftritte des 25-Jährigen, der vor der Winterpause 16-mal über die gesamte Spielzeit auf dem Platz stand, avancierte Kauczinskis Defensive mit nur 22 Gegentoren zur derzeit drittbesten Abwehr im Unterhaus. Entsprechend müssen andere Lösungen zumindest abgeklopft werden.

Veränderte Personalpolitik durch Verletzungen

Dabei hatte St. Pauli aufgrund des erfolgreichen Verlaufs der Hinrunde ursprünglich gar keine neuen Spieler vor dem Wiederbeginn der Saison am 29. Januar (Dienstag) bei Darmstadt 98 verpflichten wollen. Doch schon Veermans Missgeschick zwang die Kiez-Kicker zu einem Kurswechsel in ihrer Personalpolitik. Als Ersatz holten die Hamburger bereits Eintracht Frankfurts langjähriges Stürmer-Idol Alex Meier an die Elbe.

Ziereis muss sich unterdessen trotz seines am Saisonende auslaufenden Vertrags keine größeren Sorgen um seine Zukunft machen. St. Pauli will sein Angebot für eine Verlängerung auch unter den veränderten Vorzeichen aufrecht erhalten.