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Stadion-Rückkehr gedämpft: Hamburger Fußballfans müssen warten

© imago images / Jan Huebner

Zuschauerrückkehr oder nicht? Der Hamburger Senat eröffnete am Dienstag die Möglichkeiten für Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern, doch der Fußball des Hamburger SV und dem FC St. Pauli erfüllt wohl nicht die Kriterien der Politik für eine Erlaubnis. Bis zu 25.000 Fans träumten bereits von einer Rückkehr ins Stadion.

Tennis-Turnier mit 2.300 Zuschauern

"Die vom Senat getroffene Entscheidung ist ein wichtiges Signal. Wir konnten einen weiteren Schritt hin in Richtung Normalität im Sport tun – besonnen und verantwortungsvoll", erklärt Hamburgs Innensenator Andy Grote, wie die "Bild" berichtet, über die Entwicklung der Zuschauerrückehr bei Hamburger Sportveranstaltungen. So werden bei den European Open, dem traditionellen Tennis-Turnier in der Hansestadt, täglich bis zu 2.300 Zuschauer möglich sein.

Voraussetzungen für eine Genehmigung dieser Zuschauerzahlen sind ein Austragungsort mit mehr als 10.000 Plätzen und ein offenes Dach – prinzipiell ist das im Volksparkstadion des Hamburger SV und im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli gegeben. Doch schon gestern sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard in einem Bericht der "Mopo": "Stattfinden könnten derzeit nur Einzel-Ereignisse von herausragender, bundesweiter Bedeutung." An diesem Kriterium scheitern die Austragungen der Zweitliga-Spiele.

"Betrachten Entwicklung als positiv"

Liga-Spiele des HSV und des FCSP seien "wiederkehrende Ereignisse, keine Einzel-Ereignisse", heißt es seitens der Innen- und Sportbehörde. Der Riegel für größere Zuschauerzahlen bei den Hamburger Fußball-Vereinen ist somit vorgeschoben und Konzepte, die "wenigstens 5000, im besten Fall sogar 25.000 Zuschauern" müssen vorerst wieder zu den Akten gelegt werden. Dort müssen sie allerdings nicht verstauben, wie HSV-Vorstand Frank Wettstein glaubt.

Auch wenn die ganz großen Zahlen noch warten müssen, zum Heimspiel am 18. September gegen Fortuna Düsseldorf will der 46-Jährige vorbereitet sein – und wertet daher auch die Entscheidung des Senats insgesamt positiv: "Wir betrachten diese neuen Entwicklungen als positives Signal und sind weiter im engen Austausch mit den Behörden, mit der Absicht, möglichst schon zu unserem Heimspiel gegen Düsseldorf unsere Fans begrüßen zu können."