Stamm vor Kellergipfel-Start: "Wichtig, aber nicht entscheidend"
Schon zum Auftakt in die Rückrunde hat die SG Dynamo Dresden ein Spiel mit enormer Bedeutung vor der Brust. Im eigenen Stadion kommt es am Samstag (13 Uhr) zum Kellergipfel mit der SpVgg Greuther Fürth. Eine Partie, in der runderneuerte Sachsen die Rote Laterne an den Konkurrenten abgeben können - oder abgeschlagen am Tabellenende stehen bleiben. Wird die Torwartfrage mitentscheidend?
"Am Ende eine gute Entscheidung treffen"
In der ersten Pressekonferenz des Jahres strahlte Thomas Stamm seine gewohnte Ruhe aus. "Dieses Spiel ist wichtig, aber es ist nicht entscheidend für die nächsten 17 Spiele", betonte der 42-Jährige ausdrücklich. Klar ist aber auch, dass sich die SGD im direkten Duell mit Fürth keine Niederlage erlauben darf. Wie prekär die Lage der Sachsen ist, erklärt das Transfergeschehen: Fünf Winter-Neuzugänge kamen, weshalb Stamm beinahe die halbe Startelf austauschen könnte. Insbesondere die Antwort auf die Torwartfrage wird mit Spannung erwartet.
Zwischen Tim Schreiber und Elias Bethke wird sich das Duell um die Nummer eins entscheiden. "Bei Elias muss man trotzdem wissen, dass er jetzt am Dienstag erstmals wieder komplett ins Mannschaftstraining eingestiegen war", erklärte Stamm, dass der neue Keeper aufgrund seiner Verletzung zuvor auch nicht in Cottbus voll trainiert hatte. "Das ist sicherlich ein Parameter, der mit einfließen wird, damit wir am Ende eine gute Entscheidung treffen", so der SGD-Coach. Keine Optionen werden hingegen Nils Fröling, Jonas Oehmichen und Jakob Zickler aufgrund von Erkältungen. Jan-Hendrik Marx (Sprunggelenksverletzung) hat noch einen Trainingsrückstand aufzuholen.
"Das wäre schon der Anspruch"
In den beiden Testspielen vor dem Rückrundenstart bot Stamm zwei Mal die gleiche Startelf auf, weshalb Teile der Formation durchaus feststehen dürften. Der Trainer hob aber auch hervor, dass es in den nächsten Wochen nicht nur um die erste Elf gehen wird. "Es ist nicht immer ganz so entscheidend, welche Jungs anfangen, sondern, dass wir auch in der Breite einfach eine hohe Qualität haben wollen", betonte Stamm. Diese Breite habe man über die Wintertransfers reinbekommen, sodass Dresden bis zur letzten Minute um die Punkte kämpfen kann. Wenngleich der beste Plan ein anderer wäre.
"Das wäre schon der Anspruch, dass wir nicht mehr so oft auf die letzten zehn Minuten angewiesen sind, in denen wir einem Tor nachlaufen, sondern, dass wir in den ersten 80 Minuten so gut waren, dass wir etwas zu verteidigen haben", so Stamm. In Führung zu gehen fiel den Dresdnern bekanntlich nicht so leicht, weshalb nun ein guter Start in die Rückrunde von enormer Bedeutung wäre. "In erster Linie verspüren wir Vorfreude und wollen im ersten Spiel der Rückrunde ein paar Dinge gut machen, die uns in der Hinrunde vielleicht nicht so gelungen waren", fasste Stamm zusammen. Alles andere darf sich die SGD auch kaum erlauben.