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"Statistiken ausgeglichen": FCI spielt wieder mit, verliert aber erneut

© IMAGO / Stefan Bösl

Der FC Ingolstadt tritt im Abstiegskampf weiterhin auf der Stelle, obwohl die Schanzer eine Partie auf Augenhöhe mit Spitzenklub Darmstadt ablieferte – zumindest statistisch. Denn im letzten Drittel sah auch FCI-Cheftrainer Rüdiger Rehm den Gast zurecht als Sieger. Doch Ingolstadt will weiter kämpfen.

"Konnten ganz gut dagegenhalten"

Im vierten Spiel beim Schlusslicht ging Rüdiger Rehm zum dritten Mal als Verlierer vom Platz. Den Schanzern fehlt statistisch nicht viel in ihrem Spiel, doch auf der Anzeigetafel laufen die Ingolstädter zu häufig hinterher. "Der Gegner hatte 13 Flanken, wir hatten 12 Flanken", machte Rehm nach Abpfiff beispielhaft fest. "Die Statistiken sind in vielen Dingen ausgeglichen. Eines ist aber herausragend, und zwar die Abschlussstärke von Darmstadt." Gerade diese Effizienz in Richtung des gegnerischen Tores habe den Ausschlag für die neuerliche Niederlage des FCI gegeben.

Darmstadt sei jedoch nicht nur in der Offensive stabil, sondern auch hintern sicher. "Das war der große Unterschied. Ballbesitz und Zweikampfquote sind sehr ähnlich. Aber der Zug zum Tor, da war Darmstadt besser", betonte Rehm. Auch Stefan Kutschke sah ähnliche Probleme bei seinem Team. "In der ersten Halbzeit konnten wir noch ganz gut dagegenhalten, müssen da auch einfach effektiver sein und selbst ein Tor machen", haderte der 33-Jährige mit den vergebenen Chancen. Es zieht sich durch die Saison. "So geht Darmstadt per Traumtor in Führung und macht es in der Folge gut", so Kutschke.

Stojanovic mit Knieverletzung raus

Durchhalteparolen sind bei den Schanzern bereits an der Tagesordnung. "Wir wissen um die Situation und was für eine schwere Aufgabe wir vor uns haben. Aber ich glaube an die Mannschaft und an unseren Teamgeist. Das muss uns weiter antreiben", machte Kutschke dem Umfeld weiter Mut. Cheftrainer Rüdiger Rehm ebenso zuversichtlich: "Wir lassen den Kopf oben, das kann ich versprechen. Wir werden kämpfen und fighten." Doch die Zeit spielt gegen den FCI. Ein Spiel des SV Sandhausen, der derzeit mit 17 Punkten auf dem Abstiegs-Relegationsplatz steht, ist noch offen. Das rettende Ufer ist derweil schon zehn Punkte entfernt.

Hinzu kommt das Verletzungspech. Winter-Neuzugang Dejan Stojanovic (Knieverletzung) musste zur Halbzeitpause ausgewechselt werden, woraufhin Ersatztorwart Robert Jendrusch in die Partie kam. Dem 25-Jährigen wurde besagtes Traumtor der Darmstädter eingeschenkt, ein weiterer Gegentreffer folgte. "Wir müssen es schaffen, mehr Selbstvertrauen aufzubauen, selbst in Führung gehen und uns in allen Bereichen nochmal zu verbessern", gab Flügelspieler Florian Pick vor. Dazu soll die Länderspielpause genutzt werden, um anschließend in Nürnberg (4. Februar, 18:30 Uhr) wieder anzugreifen. Danach könnte bereits ein vorentscheidendes Duell mit Sandhausen anstehen.