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"Blicke voller Dankbarkeit zurück": Hartmann verlässt Dresden

© IMAGO / Dennis Hetzschold

Die SG Dynamo Dresden geht endgültig ohne Marco Hartmann in die Zweitliga-Saison. Der ehemalige Kapitän durfte sich in diesem Sommer nach langer Verletzung im Training beweisen, doch es reicht nicht mehr für eine weitere Zusammenarbeit. Nach acht gemeinsamen Jahren ist die Zukunft des 33-Jährigen nun offen.

Zwei Tore als Innenverteidiger

Insgesamt 146 Pflichtspiele sammelte Marco Hartmann seit 2013 für die Dresdner, immer wieder wurde der Defensiv-Allrounder jedoch von Verletzungen zurückgeworden. Erst in der vergangenen Saison erholte sich der 33-Jährige zunächst von muskulären Problemen, um anschließend zwei Treffer als Innenverteidiger in fünf Startelf-Einsätzen zu feiern. Danach folgte eine Knieverletzung – und obwohl die SGD mit Hartmann in der Abwehrzentrale unbesiegt war, kam es nicht zu weiteren Einsätzen. Bis zuletzt war die Zukunft des 33-Jährigen in Dresden offen, weil sich Hartmann im Training für einen Vertrag empfehlen durfte. Doch dazu kommt es jetzt nicht mehr.

Hartmann war bereits zum Saisonende offiziell verabschiedet worden, doch das Angebot der Dresdner zur Empfehlung stand. Am heutigen Donnerstag verabschiedete sich 'Harti' schließlich von der Mannschaft und meldete sich kurz darauf persönlich zu Wort. "Ich hatte den Wunsch, noch ein Jahr Fußball hier in dieser wunderschönen Stadt bei diesem emotionsgeladenen Verein zu spielen. Daher überwiegt bei mir im ersten Moment natürlich die Enttäuschung, dass mein Weg jetzt bei Dynamo Dresden endet", so der 33-Jährige auf der SGD-Homepage – und fügte hinzu: "Ich blicke voller Dankbarkeit auf unglaublich intensive acht Jahre bei diesem großartigen Traditionsverein zurück."

"Echtes Vorbild unseres Sports"

Zwei Drittliga-Meisterschaften sammelte Hartmann für den heimischen Trophäenschrank. "Sowohl der Verein als auch ich persönlich haben in dieser Zeit viele Höhen erlebt, aber auch einige Tiefen durchschritten, die ich allesamt nicht missen möchte", sagte der Defensiv-Allrounder stolz. In den vergangenen Woche habe jeder Mitspieler ihm geholfen und mitgefiebert, dass das gemeinsame Zweitliga-Abenteuer realisiert werden kann. "Auch das war etwas Außergewöhnliches für mich. Diese Mannschaft ist wirklich etwas Besonderes, weil sie einen überragenden Charakter und Zusammenhalt lebt", beschrieb Hartmann. Gereicht hat es nicht mehr.

"Leider muss man aber im Fußball manchmal auch menschlich harte Entscheidung treffen. Das haben wir wirklich schweren Herzens getan, nachdem wir aus sportlicher Sicht alle Fakten sehr sorgfältig bewertet haben", erklärte auch SGD-Sportchef Ralf Becker schließlich sei Hartmann "ein echtes Vorbild unseres Sports". Dass der 33-Jährige irgendwann in anderer Funktion zurückkehrt, sei für alle Seiten wünschenswert – so auch 'Harti': "Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja alle irgendwann wieder." Aktuell ist die Zukunft des Publikums allerdings erstmal offen. Im Raum steht ein Engagement bei einem neuen Klub, aber auch über das Karriereende dachte der 33-Jährige wohl schon nach. Demnach stünde dann erst einmal eine Weltreise mit der Familie an.