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„Störche“ weiter im Höhenflug: "Ein dreckiger Sieg“

© IMAGO / Holsteinoffice

Der zumindest vorübergehende Sprung an die Tabellenspitze war bei Holstein Kiel nach dem überaus glücklichen 1:0-Erfolg gegen Schlusslicht Würzburger Kickers kein Thema. Der dritte Sieg in Folge machte allerdings deutlich, dass die „Störche“ auf ihrem anhaltenden Höhenflug im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg inzwischen auch das Momentum von Spitzenteams für sich zu nutzen wissen.

"Sieg bei Fortuna richtig vergoldet“

"Diese drei Punkte haben unseren Sieg bei Fortuna Düsseldorf erst richtig vergoldet“, sagte Kiels Trainer Ole Werner im Sky-Interview zur Bedeutung des Erfolgs: "Das Spiel in Düsseldorf war natürlich ein Highlight, weil Fortuna ein Bundesliga-Absteiger ist. Aber die Punkte aus Düsseldorf sind für uns nur dadurch so wertvoll, weil wir jetzt nachgelegt und wieder gewonnen haben.“ Aus der vorläufig eroberten Tabellenführung wollte Werner keine überzogenen Ansprüche ableiten: "Wir wollen und können wir weiter oben mitspielen.“

Die glücklichen Umstände des Erfolgs seiner seit nunmehr schon fünf Ligaspielen ungeschlagenen Mannschaft (13 Punkte) durch einen ungerechtfertigten Foulelfmeter von Alexander Mühling (58.) wollte der Coach dennoch nicht wegreden: "Ich war von dem Elfmeter-Pfiff selbst ziemlich überrascht“, gestand Werner auf der Pressekonferenz. Sein Fazit fiel denn auch entsprechend aus: "Es war ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe. Der Sieg ist schon als dreckig zu bezeichnen.“

Auf dem Weg in Richtung Oberhaus jedoch zählen gerade solche Erfolge umso mehr. Zumindest für eine Woche haben die Norddeutschen somit ihren Platz in der Aufstiegsregion behauptet.

Werner waren die Schwächen seiner Mannschaft allerdings nicht entgangen. "Vor der Pause stimmte unsere Struktur, ohne dass wir uns klare Chancen herausgespielt haben. In der zweiten Halbzeit stimmte die Struktur nicht mehr so gut, und wir haben viele Konter der Würzburger zugelassen. Erst nach dem 1:0 hatten wir einige Chancen, noch ein Tor zu machen“, analysierte der 32-Jährige den Spielverlauf.

Kapitän Wahl lobt "sehr reifes Spiel“

Ungeachtet von Werners Mängelliste bescheinigte Kapitän Hauke Wahl den Gastgebern währenddessen Aufstiegs-Qualitäten. "Es war ein sehr reifes Spiel von uns. Wir sind nie aus der Ruhe gekommen und haben unsere Basics durchgezogen“, meinte der Abwehrspieler auf der Vereinshomepage. Angreifer Fabian Reese betonte ebenfalls zufrieden, dass "wir mit sehr viel Geduld gespielt haben“.

Die mehr als einwöchige Pause bis zum Topspiel am 22. Februar (Montag) bei Aufstiegskonkurrent SpVgg Greuther Fürth will Werner besonders zur Wiederaufladung der Kraftreserven nutzen. "Wir werden Luft holen“, kündigte der KSV-Trainer wohl dosierte Trainingsanforderungen beim Countdown zum ebenfalls wichtigen Pokal-Viertelfinale bei Regionalligist Rot-Weiss Essen (3. März) an: "Unser Spielplan bleibt eng, und wir müssen gut durch diese kurzen Wochen kommen.“