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Stuttgart: Behutsame Weichenstellungen für die Zukunft

Nach der Berufung von Thomas Hitzlsperger zum neuen Vorstandsvorsitzenden sollen beim VfB Stuttgart weitere Weichenstellungen für eine wieder erfolgreiche Zukunft behutsam vorgenommen. Deshalb sind kurzfristige Entscheidungen über eine Erweiterung des Vorstands oder den Einstieg eines zweiten Investors vorerst nicht zu erwarten.

"Aufstockung von weiterer Entwicklung abhängig“

Für Stuttgarts Aufsichtsratschef Bernd Gaiser ist Besonnenheit bei den weiteren Planungen oberstes Gebot. Eine Aufstockung des Vorstands von derzeit drei auf vier Mitglieder "machen wir von der weiteren Entwicklung abhängig“, sagte Gaiser im Fachmagazin Kicker. Auch eine Einigung mit einem zusätzlichen Geldgeber sieht Gaiser für das ausklingende Jahr nicht mehr: "Meine Prognose geht über den Jahreswechsel hinaus.“

Angesichts von Hitzlspergers Aufstieg zum "starken Mann“ bei den Schwaben war über eine Beförderung von Sportdirektor Sven Mislintat zum vierten Mitglied des Vorstands spekuliert worden. "Eine Vierer-Vorstand“, sagte Gaiser nun allerdings, "wäre in der 2. Liga nicht angemessen. Wir lassen uns für die Zukunft offen, ob und wann wir ein viertes Vorstandsmitglied haben und welches Ressort das betrifft.“

Vermarktungsfragen für Investorensuche wichtig

Die Veräußerung von weiteren Anteilen der VfB-AG an einen externen Investor zieht sich unterdessen offenbar auch aus strategischen Gründen länger hin als geplant. "Es ist konkretes Interesse gegeben“, sagte Gaiser zu Angeboten für die noch zum Verkauf stehenden Anteile in Höhe von 13,15 Prozent. Weiterhin will Stuttgart dafür zwischen 50 bis 60 Millionen Euro erlösen, doch strebe der Klub bei einer Zusammenarbeit mit einem Investor außer "frischem Geld“ auch Fortschritte in der Entwicklung seiner Vermarktung an, wie Gaiser erläuterte.

Immerhin bis Anfang November einen Schritt weiter soll der Auswahlprozess für die Präsidenten-Wahl am 15. Dezember sein. Zu Beginn des kommenden Monats will der Beirat den Kreis der Bewerber um die Nachfolge des zurückgetretenen Wolfgang Dietrich auf zwei Kandidaten verkleinert sein. Gaiser stellte außerdem klar, dass der neue Präsident auch den Vorsitz im Aufsichtsrat des Ex-Meisters übernehmen wird.