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SVD ohne Lieberknecht: "Aufstehmentalität immer wieder zeigen"

© IMAGO / RHR-Foto

Im Verfolgerduell mit St. Pauli kann sich der SV Darmstadt 98 erneut in eine gute Ausgangssituation für das Saisonfinale bringen. Dazu braucht es am Millerntor (Samstag, 20:30 Uhr) jedoch einen Sieg. Drei von vier Spielen haben die Lilien zuletzt verloren – umso mehr fordert Cheftrainer Torsten Lieberknecht, dass seine Mannschaft wieder aufsteht.

"Sitze auf der Tribüne"

Die Arbeit von Torsten Lieberknecht wird am Böllenfalltor sehr geschätzt. Nicht umsonst verlängerte der Verein vorzeitig und langfristig mit dem Übungsleiter. "Der Verein kam auf mich mit dem Wunsch zu, meinen Vertrag zu Verlängerung. Wir haben dann recht schnell Einigkeit gefunden", berichtet 48-Jährige rückblickend auf die vergangene Woche. Im Spitzenspiel beim FC St. Pauli wird der geschätzte Fußballlehrer dann aber nicht dabei sein, weil er aufgrund einer Gelbsperre zum Zuschauen gezwungen ist. "Ovid Hajou wird federführend an der Seitenlinie stehen. Bis auf während des Spiels darf ich mich frei bewegen", fasste Lieberknecht zusammen.

Das bedeutet laut eigener Erklärung, dass er zumindest die Ansprache vor dem Spiel halten darf, aber auch in der Halbzeitpause in der Kabine sein darf. "Während der 90 Minuten sitze ich auf der Tribüne", wird er die Partie jedoch von den Rängen verfolgen. Dann kann Lieberknecht sehen, ob seine Mannschaft eine Reaktion nach den letzten Niederlagen gegen Nürnberg (1:3) und Schalke (2:5) zeigen wird. "Hier im Verein gibt es das Motto 'Du musst kämpfen'. Das müssen wir leben und diese Aufstehmentalität immer wieder zeigen", forderte der 48-Jährige ganz eindeutig.

Alles oder nichts für Darmstadt?

In Hamburg müssen die Lilien mindestens ohne Aaron Seydel auskommen, dessen Verletzung Lieberknecht als "sehr diffus" beschrieb. Auch Lasse Sobiech (Gehirnerschütterung) wird nicht an alter Wirkungsstätte auflaufen. Ein Fragezeichen steht dann noch hinter Stammtorhüter Marcel Schuhen, der zumindest wieder im Training mitwirken konnte. Ohnehin wird das Spiel am Hamburger Kiez ein ganz besonderes Match, wie Lieberknecht seine Spieler einschwor: "Das Millerntor ist ein ganz besondere Fußballstätte in Deutschland. Daher ist die Lust auf das Spiel nicht nur bei uns als Mannschaft, sondern auch bei unseren Fans sehr groß." Und man fahre hin, um dort zu gewinnen.

Andernfalls wird der Rückstand der Darmstädter auf die Aufstiegsplätze wachsen. Dritter gegen Vierter heißt es am Samstag – bei einer Niederlage würde St. Pauli schon auf fünf Punkte davonziehen. "Wie es danach tabellarisch aussieht, wissen wir nicht. Die Glaskugel fehlt. Mein Gefühl sagt mir aber, dass es zum letzten Spieltag spannend bleibt", ließ sich Lieberknecht von den Konstellationen im Aufstiegskampf jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Klar ist wiederum, dass Darmstadt bei einem Sieg wieder garantiert unter den Top Drei stehen wird. Für den Cheftrainer galt aber vorwiegend ein Fokus: "Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie trotz der Enttäuschung der Niederlage stabil bleibt und wieder aufsteht."