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SVD-Präsident Fritsch: "Vertraglichen Situationen waren gut für uns"

© IMAGO / HMB-Media

Als Viertplatzierter ging der SV Darmstadt 98 über die Ziellinie und steht vor der Folgesaison, die nach einer erfolgreichen Saison oftmals nicht einfach wird. Präsident Rüdiger Fritsch sieht die Lilien jedoch gut aufgestellt, denn ein großer Umbruch blieb am Böllenfalltor aus. Dennoch ist Demut angesagt, wie der 60-Jährige betonte.

Stürmer und Innenverteidiger gesucht

Mit zwei Niederlagen gegen Regensburg (0:2) und Karlsruhe (0:3) startete der SV Darmstadt 98 in die letzte Saison. Heraus kam der vierte Platz – und dem Gefühl entsprechend war sogar mehr drin. Seit dem heutigen Freitag ist bekannt, dass die Lilien erneut gegen die Jahnelf starten, dieses Mal jedoch in Regensburg. Danach folgt ein Duell mit Sandhausen. "Auch wenn das letzte Saison anders war – ich weiß ich nicht, ob das ein Rezept ist, das man jede Saison anwenden muss", blickt SVD-Präsident Rüdiger Fritsch im "Kicker" auf den Fehlstart im letzten Jahr zurück. Dieses Mal würde er lieber besser aus den Startlöchern kommen.

Die Voraussetzungen in Darmstadt sind nicht schlecht. "Wir haben einen fast vollständigen Kader zur Verfügung, bewusst ergänzt durch U-19-Spieler", betont Fritsch. "Da scheinen die Voraussetzungen für eine gute Saison nicht die schlechtesten zu sein." Angesichts von nur sechs Abgängen ist der Umbruch ausgeblieben. Dennoch wurde mit Magnus Warming (FC Turin/Leihe) bislang nur ein Neuzugang präsentiert – zumindest ein Stürmer und ein Innenverteidiger sollen noch kommen, doch über punktuelle Verstärkungen hinaus muss sich Darmstadt keine Sorgen machen. "Die vertraglichen Situationen bei den Spielern waren dieses Jahr gut für uns, deswegen ist der Kader weitgehend zusammengeblieben", freut sich der SVD-Präsident.

Anders könnte das im kommenden Jahr aussehen, wenn sich die Darmstädter Spieler wieder mit einer erfolgreichen Saison in den Fokus spielen. So ist das Fußball-Geschäft, fand Fritsch. "Wenn Verträge auslaufen oder sich Spieler in den Fokus gespielt haben und dann größere Vereine kommen, sind wir zunächst außen vor", machte sich der 60-Jährige nichts vor. Das sei jedoch kein Grund, um den Erfolg zu scheuen. Nach dem vierten Platz im Vorjahr wollen die Lilien zumindest wieder in der oberen Tabellenhälfte mitmischen. "Aber wenn man einen schlechten Lauf hat, kann man auch relativ schnell unten stehen", warnt Fritsch zugleich.

U23-Mannschaft kein Thema

Bei einer erfolgreichen Saison wird Darmstatd letztendlich auch interessant für potentielle Neuzugänge, zumal die Lilien als Ausbildungsverein gelten und daher mit Abgängen rechnen müssen. Die Talente künftig in einer eigenen U23-Mannschaft auszubilden ist vorerst kein Thema. "Wir haben das mehrfach hin und her überlegt. Aber zum Schluss muss man zwischen Aufwand und Ertrag abwägen", erklärt Fritsch, nachdem sich auch Cheftrainer Torsten Lieberknecht für eine Reserveteam stark machte. Allerdings benötigt Darmstadt dafür ein Millioneninvestment, das derzeit nicht zur Verfügung steht.