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SVD schielt auf die Sensation: "Etwas Außergewöhnliches kann passieren"

© IMAGO / Uwe Kraft

Im großen Zweitliga-Finale ist für den SV Darmstadt 98 noch der direkte Aufstieg drin. Dazu müssen die Lilien jedoch mindestens das eigene Spiel gegen Paderborn (Sonntag, 15:30 Uhr) gewinnen. Auf die anderen Plätze wird Torsten Lieberknecht nicht schauen – doch das Gespür für "außergewöhnliche Dinge" war beim Cheftrainer bereits da.

Fragezeichen hinter Patric Pfeiffer

"Für uns ist alles möglich – von Platz vier über den Relegationsplatz bis zum direkten Aufstieg", fasste der SVD-Coach in der vorerst letzten Pressekonferenz des Jahres zusammen. Die Lilien befinden sich in Lauerstellung, falls Bremen und Hamburg am letzten Spieltag patzen. Das große Saisonfinale verspricht immer noch die Spannung, die über Wochen und Monate aufgebaut wurde. "Die Spannung steigt – nicht nur bei uns, sondern auch in allen anderen Stadien. Es wird ein Wochenende des Fußballs mit vielen spannenden Entscheidungen", stellte sich Lieberknecht ein.

Gegen Paderborn muss Darmstadt liefern, um die Chancen zu wahren. "Durch die Düsseldorf-Niederlage haben wir den kleinen Vorteil aus der Hand gegeben", blickte der Übungsleiter auf die Vorwoche zurück, als Darmstadt eine bessere Ausgangslage verspielte. Trotzdem spielen die Lilien immer noch eine hevorragende Runde, die vergoldet werden kann. "Es kommt ein Gefühl auf, dass außergewöhnliche Dinge passieren können", beschwor Lieberknecht. Allerdings muss er weiterhin auf Fabian Schnellhardt und Aaron Seydel verzichten, sowie Klaus Gjasula (Gelbsperre) ersetzen. Ein Fragezeichen steht hinter Patric Pfeiffer.

"Das habe ich allen Jungs versprochen"

Mit Paderborn kommt die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Saison ans Böllenfalltor. Ein Vorteil der Darmstädter könnte jedoch sein, dass die Lilien aus ihrer Position heraus nichts mehr zu verlieren haben. Der Druck liegt bei den Teams, die vorne liegen. "Jetzt dürften die Jungs dort spüren, dass sie etwas Großes erreichen, aber auch etwas verlieren können", schaute Lieberknecht nach Bremen und Hamburg. Die vermeintlichen Favoriten der Saison müssen nun ihren Status beweisen, um Darmstadt endgültig abzuschütteln. "Wir sind noch immer – für viele vielleicht leider – als Klette oben mit dabei", so Lieberknecht.

Vielleicht kann Darmstadt gerade deswegen die Überraschung packen. "Ich habe das Gefühl, dass etwas Außergewöhnliches passieren kann, weil wir eben in der Lage dazu sind", bekräftigte Lieberknecht. Und die Motivation ging nicht nur vom Coach aus. Nach der Düsseldorf-Niederlage war es die Mannschaft, die ihren Trainer aufbaute. "Die Mannschaft hat nach zwei freien Tagen aber einen guten Eindruck gemacht. Sie waren sogar besser drauf als ich am ersten Trainingstag und haben mich dann mit hochgezogen", gestand Lieberknecht schmunzelnd ein. Teamgeist und Trotz – das wird der Trumpf im großen Finale. Und Lieberknecht lockte sogar noch mit einem ganz großen Versprechen: "Es wird am Sonntag keine Verabschiedungen geben. Wenn wir die Sensation schaffen, wird jeder Spieler mit in die erste Liga genommen. Sofern der Spieler diesen Weg auch mit uns gehen möchte. Das habe ich allen Jungs versprochen."