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SVD spielt, aber Fortuna siegt: "Aus anderthalb Torchancen zwei Tore"

© IMAGO / HMB-Media

Dreimal in Folge holte sich der SV Darmstadt 98 mit der defensiveren Spielausrichtung wenigstens einen Punktgewinn – und auch gegen Düsseldorf waren die Lilien eigentlich näher dran. Insgesamt waren sich die Beteiligten nach der 1:2-Niederlage am Sonntag einig, dass selbst ein Remis zu wenig für den Aufwand gewesen wäre. Aber Kapitän Fabian Holland will "keine große Klappe" haben.

"Keine große Klappe haben"

Das Team von Cheftrainer Markus Anfang tritt weiter auf der Stelle, weil Fortuna Düsseldorf am Sonntag schlichtweg effektiver war. Die eigene Chancenverwertung war das große Manko, welches sich der Übungsleiter nach der knappen Pleite auf die Notizzettel schrieb: "Düsseldorf macht dagegen aus anderthalb Torchancen zwei Tore." Ein Distanzschuss von Dawid Kowknacki, um genauer zu sein, traf die Lilien mitten ins Mark. Ein Ergebnis, mit dem Anfanhg nicht zufrieden sein konnte. "Ein Punkt wäre vielleicht sogar enttäuschend gewesen, aber letztes Endes sicherlich ok. Die Niederlage entspricht nicht dem Spielverlauf", so der SVD-Coach knallhart.

Ähnlich sahen es die Akteure. "Es hat heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen", sagte beispielsweise Patrick Herrmann, während sich Kapitän Fabian Holland lieber an die eigene Nase fasste: "Düsseldorf hat aus den beiden Spielen gegen uns 6 Punkte geholt, deswegen können wir jetzt natürlich keine große Klappe haben." Denn viele Parallelen zum Hinspiel ließen sich erkennen, als Darmstadt zwei Führungen aus der Hand gab und schließlich noch verlor. Dieses Mal fand Holland das Ergebnis allerdings noch ärgerlicher. "Düsseldorf hat das Maximum aus seinen Möglichkeiten herausgeholt", verwies der Kapitän darauf, dass die besseren Spielzüge eigentlich auf Seiten der Lilien waren und die Fortuna eigentlich nicht gewusst habem wie "sie uns verteidigen soll". Gelungen war es trotzdem.

Bange Blicke nach unten

"Die Spielanlage war mit der aus den vergangenen drei Partien identisch", wich Anfang vor der Partie nicht von seinem neuen Erfolgsrezept ab. Sieben Punkte holte Darmstadt zuletzt aus den drei Spielen, in denen der Coach auf zwei Akteure im defensiven Mittelfeld umstieg. War es ein bewusster Trick der Düsseldorfer, der den Code entschlüsselte? "Geändert hat sich im Vergleich zu den letzten Wochen nur, dass wir vermehrt im Ballbesitz waren, weil uns Düsseldorf den Ball überlassen hat", sah Anfang durchaus einen Kniff in der Düsseldorfer herangehensweise. Festhalten konnte Anfang immerhin, dass "wir von der ersten bis zur letzten Minute ein ordentliches Spiel gemacht haben".

Der Vorsprung vor dem Abstiegs-Relegationsplatz beträgt weiterhin sechs Zähler, doch sowohl Braunschweig wie Osnabrück haben noch ein Spiel Rückstand, welches sie nicht gegeneinander austragen. Im schlimmsten Fall bedeutet das für die Lilien wieder ein Zittern im Abstiegskampf. Zumal die Lilien nun mit dem Hamburger SV (Freitag, 18:30 Uhr) erneut eine große Herausforderung vor der Brust hat.