SVD stellt sich auf "klassisches Spiel" ein: "Der Wille ist da"
Der SV Darmstadt 98 steht am Sonntag (13:30 Uhr) erneut vor einem Kellerduell. Dieses Mal wird der VfL Osnabrück zu Gast am Böllenfalltor sein - und wieder heißt es für beide Teams, dass nur einer den ersehnten Befreiungsschlag unmittelbar landen kann. Ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel ist es für Cheftrainer Markus Anfang trotzdem nicht und das Vertrauen in die Mannschaft ist ungebrochen.
Kempe ist einsatzbereit
Am vergangenen Wochenende kostete ein unglückliches Missverständnis den Punktgewinn für den SV Darmstadt 98, was den Akteuren der Lilien natürlich sauer aufgestoßenw ar. "Als Trainer fühlst du mit deiner Mannschaft nach Rückschlägen", litt auch SVD-Cheftrainer Markus Anfang nach dem Wechselbad der Gefühle, dass sich in der Nachspielzeit gegen Nürnberg ereignete. Positiv stimmte den Übungsleiter, dass sein Team nicht den Kopf hängen ließ und sich schnell zusammen fand, um den Worten des 46-Jährigen Gehör zu schenken - obwohl das auch Anfang nicht immer leicht fiel: "Es ist gut, die Jungs recht schnell nach Abpfiff im Kreis beisammen zu haben und ihnen trotz aller Emotionen ein realistisches und ehrliches Feedback zu geben - auch wenn ich selbst enttäuscht bin."
Nun hat der SVD mit Osnabrück den nächsten Gegner zu einem Kellerduell vor der Brust. Während Matthias Bader (Bluterguss) und Silas Zehnder (im Training umgeknickt) ausfallen werden, stehen hinter Patrick Herrmann und Felix Platte weiterhin Fragezeichen. Der Stürmer konnte zwar mittrainieren, dagegen setzte Herrmann noch aus. Auch Tobias Kempe war wieder voll im Training und auch Matthias Wittek arbeitet sich an die Mannschaft zurück: "Es ist aber wichtig, dass er wieder da ist. Er ist eine Persönlichkeit auf dem Platz, bringt Lautstärke mit und sich selbst in die Gruppe ein." Eine Option wird er für Sonntag aber noch nicht sein.
"Gutes Spiel machen und Punkte holen"
Gegen die Lila-Weißen aus Osnabrück erwartete Anfang ein "klassischs Zweitligaspiel", in dem Darmstadt nicht "alles fußballerisch und schön lösen" wird. "Was am Ende das Spiel entscheiden wird, sind Aktionen im Sechzehner – sowohl im eigenen als auch im gegnerischen", legte sich der 46-Jährige fest, was er im kommenden Duell auf jeden Fall verbessern will. Denn "das Verteidigen im eigenen sowie das Durchsetzen im gegnerischen Sechzehner" war Hauptthema der Trainingswoche, um sich aus dem Zweitliga-Keller möglichst schnell herauszuspielen. Der Druck von unten wächst, denn bis zum Abstiegs-Relegationsrang sind es nur noch vier Punkte.
"Man redet dann immer schnell von einem Sechs-Punkte-Spiel, aber das ist es nicht. Auch in diesem Duell kriegst du nur drei Punkten", verspürte Anfang jedoch keinen Druck angesichts der anstehenden Partie, der noch 13 weitere Spiele folgen werden. Zwei Siege in Folge würden schließlich auch nichts bringen, wenn danach alles verloren wird. "Die Jungs wissen, dass sie am Zug sind", schwor Anfang seine Mannschaft ein, die ein "gutes Spiel machen und die Punkte holen" will. Dazu will Anfang auch die Kommunikation auf dem Platz erhöhen und das Vertrauen in seine Mannschaft ist daher ungebrochen: "Der Wille ist da. Es ist gut, dass sich die Jungs diesen positiven Druck machen und die Spiele gewinnen wollen." Nun müssen Taten folgen.