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SVS-Coach Koschinat nach Pokal-K.o.: "Müssen wahnsinnig vorsichtig sein“

In die Enttäuschung beim SV Sandhausen über den Pokal-K.o. gegen Europa-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach (0:1) mischte sich neben Kritik am Schiedsrichter auch analytische Besonnenheit. Trainer Uwe Koschinat mahnte für das Alltagsgeschäft in der Liga nach dem Fehlstart seiner Elf baldmöglichst Effizienz an.

SVS-Chef Machmeier auf Schiedsrichter sauer

"Wir müssen uns vorwerfen, dass wir zwar attraktiv gespielt, aber keinen Treffer erzielt haben“, zitierte das Fachmagazin Kicker den Coach nach der Begegnung mit den prominenten Rheinländern. Der 47-Jährige warnte auf der Pressekonferenz nach dem Abpfiff denn auch vor einer gefährlichen Eigendynamik der Problematik: "Wir müssen wahnsinnig vorsichtig sein, dass wir nicht permanent Komplimente kassieren, aber nichts Zählbares in der Hand haben.“

Wenigstens ein Achtungserfolg aber durch eine erzwungene Verlängerung wäre nach Ansicht des SVS-Lagers schon gegen den früheren Meister zumindest im Bereich des Möglichen gewesen. Vereinschef Jürgen Machmeier jedenfalls schrieb die Niederlage zu großen Teilen besonders Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) zu, nachdem der Referee den Platzherren in der Schlussphase der Begegnung bei einem Zweikampf zwischen Mönchengladbachs Keeper Yann Sommer und Kevin Behrens entgegen der Forderungen des SVS keinen Strafstoß zugesprochen hatte. "Jede Fifty-Fifty-Entscheidung war gegen uns. Das war eine Katastrophen-Leistung“, schimpfte Sandhausens Boss über den Unparteiischen.

Etwas zurückhaltender kommentierte Koschinat Hartmanns Vorstellung nach der Verschiebung des Anstoßes wegen eines Unwetters um 45 Minuten. "Dass ich mich als Verlierer ein klein bisschen benachteiligt fühle, kann man mir zugestehen“, sagte der Coach und schloss sich nach dem psychisch "schwer zu leitenden Spiel“ in seiner Gesamtbewertung Machmeiers Sichtweise an: "In der Summe sind wir benachteiligt worden.“

Positive Erkenntnisse für den Liga-Alltag

Dennoch zog Koschinat für den vierten Anlauf seines Teams auf den ersten Pflichtspielerfolg seines Teams in der neuen Saison am Freitag gegen Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg positive Erkenntnisse aus dem Pokal-Duell: "Mir hat gefallen, wie wir die offensive Idee umgesetzt haben. Wir haben unsere Angriffe strukturiert nach vorne getragen.“

Auch Machmeier schöpfte aus dem Auftritt gegen die Borussen nach zuvor nur einem Punkt aus den ersten beiden Zweitliga-Begegnungen Mut: "Das war eine sensationelle Leistung unserer Mannschaft. Darauf können wir stolz sein.“