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Tempelmann erleichtert den Club: "Etwas Schöneres gibt es nicht"

© IMAGO / Zink

Mit dem 1:0-Sieg im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld ist der 1. FC Nürnberg wieder zurück in der Spur. Trotz überlegener Spielweise musste der Club bis zur letzten Minute kämpfen, um den wichtigen Dreier für das Selbstvertrauen einzufahren. Torschütze Lino Tempelmann untermauerte die Emotionen.

"Wunderschönes Gefühl"

Im Rennen um die Spitzenplätze gehörte die Elf vom Valznerweiher vor Saisonbeginn stets zu den Favoriten. Doch die Mannschaft von Robert Klauß schwankt zurzeit noch durch den Start. Am Freitagabend besorgte Lino Tempelmann den 1:0-Sieg – es war der dritte Erfolg in dieser Spielzeit. "Wir haben während des Spiels so viel richtiggemacht, dass es sich auf jeden Fall richtig angefühlt hat, dass wir so spät noch ein Tor machen", freute sich FCN-Cheftrainer Klauß über den Auftritt seiner Jungs. "Wenn man sich dann in der 90. Minute so belohnt, ist das ein wunderschönes Gefühl im eigenen Stadion, vor den eigenen Fans."

Nürnberg erlebte eine dominante Partie gegen Bielefeld, in der von den Gästen offensiv kaum etwas kam. Aber auch beim FCN wollte der Ball lange nicht über die Linie, weswegen die Nürnberger aber nicht unruhig wurden. Das wiederum gefiel Klauß umso mehr: "Wir hatten Kontrolle, sind nie hektisch geworden und ins Wanken geraten. Das haben wir vorher besprochen. Und das hat die Mannschaft gut gemacht." Nach den letzten Ergebnissen gegen Hamburg (0:2) und Braunschweig (2:4) war die Reaktion des Teams entsprechend groß.

Möller Daehli hofft jetzt auf Konstanz

Auch bei Spielern und Fans war die Freude nach Abpfiff groß. Insbesondere bei Lino Tempelmann natürlich. "Etwas Schöneres als Last-Minute-Siege gibt es eigentlich nicht. Wenn man dann noch das Tor machen darf, ist das natürlich überragend", erklärte der Torschütze des goldenen Treffers emotional. Welche Bedeutung das Ergebnis für den FCN hat, zeigte sich außerdem: "Als das Tor gefallen ist, hat man schon gesehen, was von uns abgefallen ist. Das gibt uns hoffentlich einen Schub für die nächsten Wochen." Denn mit 10 Punkten aus acht Spielen hat der FCN noch nicht die eigenen Erwartungen erfüllt.

Am kommenden Wochenende steigt das Duell beim SV Darmstadt 98. Mats Möller Daehli wusste daher genau, was er aus dem 1:0-Sieg gegen Bielefeld mitnehmen wollte: "Wir brauchen keinen Druck. Wir brauchen Konstanz. Zum einen in unseren Leistungen, aber auch beim Personal, was die Verletzten betrifft." Zumindest Kapitän Christopher Schindler war schon gegen die Ostwestfalen zurückgekehrt – und auch Felix Lohkemper stand erstmals seit 13 Monaten in der Startelf. Möller Daehli war zuversichtlich: "Wenn wir das hinkriegen, werden wir eine gute Saison spielen." Der erste Schritt wurde gegen Bielefeld gemacht.