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"Tragisch und bedauerlich": SVS zieht im Kellerduell den Kürzeren

© IMAGO / Christian Schroedter

Ein Freistoßtreffer von Felix Kroos in der 88. Spielminute entschied den Kellergipfel zwischen Braunschweig und Sandhausen zugunsten der Niedersachsen – und zum Leidwesen von SVS-Cheftrainer Gerhard Kleppinger. In einem Duell mit Entscheidungs-Charakter unterlag der SV Sandhausen und rutscht wieder auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Kleppinger will an gewissen Dingen arbeiten.

"Sind hinterhergelaufen"

Interimsweise betreuen Nachwuchskoordinator Gerhard Kleppinger und Ex-Profi Stefan Kulovits den SV Sandhausen bis zum Saisonende und sollen den Absturz in die 3. Liga verhindern. Im direkten Aufeinandertreffen mit den punktgleichen Braunschweigern unterlag der Klub vom Hardtwald allerdings. "Wir hatten eine gute Laufbereitschaft und auch gute Einschussmöglichkeiten, darunter zwei Pfostenschüsse und eine Kontersituation, die wir besser ausspielen müssen", analysierte Kleppinger das Spielgeschehen der 0:1-Niederlage im Eilverfahren nach der Partie, die den SVS wieder auf einen direkten Abstiegsplatz drückt. Eine Woche zuvor konnte Sandhausen das Kellerduell mit Osnabrück noch für sich entscheiden.

In Braunschweig fehlte dem SVS schlichtweg die letzten Prozente. "In der Passqualität waren wir nicht ruhig und wir haben die Bälle zu leicht hergegeben", ärgerte sich Kleppinger über den nervösen Auftritt seiner Mannschaft. Der 63-Jährige ahnte, in welchen Situation und Mechanismen die Probleme liegen: "Wir hätten sie festmachen müssen, anstatt immer direkt zu spielen. Dadurch sind wir manchmal hinterhergelaufen." Die gilt es nun schnellstmöglich abzustellen, denn unterlegen war der SVS trotz aller Kritik nicht unbedingt. Ein Punktgewinn wäre sogar drin gewesen: "Umso tragischer und bedauerlicher ist, dass der Freistoß in der 88. Minute gepasst hat."

SVS-Absturz wird bedrohlicher

Hätte dem SVS etwas Schiedsrichter-Glück helfen können? Eine Begegnung von SVS-Stürmer Kevin Behrens und BTSV-Schlussmann Jasmin Fejzic blieb in der 44. Spielminute vom Unparteiischen unbeachtet. Auch Kleppinger wollte die Szene nicht kommentieren: "Ich weiß nicht, ob er die Hand am Oberschenkel hatte oder nicht. Ich war zu weit weg, dazu kann ich nichts sagen." Das sprichwörtliche Pech kam für den SVS dazu, nachdem sie zuvor schon kein Glück hatten – und so droht dem Klub vom Hardtwald mehr denn je der Absturz. Aktuell hat der SVS nur einen Punkt Rückstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz, doch Osnabrück hält ein Nachholspiel in der Hinterhand. So bleiben nach dem direkten Duell drei Zähler auf den BTSV stehen.