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Trainer-Kandidaten in Kiel: Schmidt fordert Konstanz

Bitteres Déjà-vu in Kiel: Wieder einmal droht der personelle Aderlass. Ralf Becker, Markus Anfang und Tim Walter haben die Störche in jüngster Vergangenheit bereits verloren, übrig bleibt nur noch Sportchef Fabian Wohlgemuth. Der muss nicht nur schnellstmöglich einen neuen Cheftrainer präsentieren, sondern auch den erneuten Kaderumbruch kleinstmöglich halten. Eine Mammutaufgabe.

"Das kann kein Zustand sein"

Die sportliche Leitung um Ralf Becker und Markus Anfang führte Holstein Kiel vor zwei Jahren in die 2. Bundesliga, beinahe wäre den Störchen der Durchmarsch ins deutsche Oberhaus gelungen. Die beiden Verantwortlichen waren danach weg, Spieler folgten und die Angst war groß, dass der Erfolg zu groß war und seinen Tribut in dieser Spielzeit fordern würde. Doch Nachfolger Fabian Wohlgemuth gelang in seiner Rolle als Sport-Geschäftsführer der Glücksgriff auf dem Trainerposten, unter Tim Walter erreichten die neu formierten Kieler wieder das obere Tabellendrittel – und die Geschichte wiederholt sich, Walter ist schon weg. "Das kann kein Zustand sein, der sich jedes Jahr in der Form wiederholt", schimpfte Innenverteidiger Dominik Schmidt im "Kicker", er selbst ist eine der wenigen Konstanten im Kieler Team.

Reis und Schultz im Gespräch

Wohlgemuth braucht erneut einen Volltreffer bei der Auswahl seines künftigen Cheftrainers, andernfalls kehren die Sorgenfalten schnell zurück – acht Abgänge stehen bereits fest, darunter die der Leistungsträger Kinsombi und Schindler. Kandidaten an der Seitenlinie sollen einem Bericht des "Kickers" zufolge Thomas Reis (U19-Trainer VfL Wolfsburg) und Timo Schultz (U19-Trainer FC St. Pauli) sein. Schultz kickte selbst in 44 Pflichtspielen für die Störche, könnte den Identifikationsfaktor also eher mitbringen, als seine Vorgänger – den Nachwuchs des FCSP führte er auf den 4. Platz der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost. Darüber thront Reis mit den jungen Wölfen, mit denen er das Halbfinale der Junioren-Meisterschaft erreichte. Die Entscheidung darüber trägt letztlich Wohlgemuth.