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Trainersuche beim VfL: "Qualität ist wichtiger als ein, zwei Tage"

Nach 52 Pflichtspielen an der Seitenlinie war für VfL-Trainer Robin Dutt die Zeit in Bochum vorbei. Bei der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart agierte sein bisheriger Assistent Heiko Butscher als Interimscoach – und könnte das möglicherweise noch länger machen. Denn Sportvorstand Sebastian Schindzielorz will sich Zeit für die richtige Entscheidung lassen.

Dutt bislang einzige Wahl gewesen

Mit den Entlassungen von Fußballlehrer Jens Rasiejewski und Sportchef Christian Hochstätter schuf der VfL Bochum im Februar des vergangenen Jahres die Voraussetzungen für den Neustart innerhalb der sportlichen Leitung. Ex-Profi Sebastian Schindzielorz bekam die Zügel in die Hand, sein erster und bisher einziger Coach für die Bochumer war seither Robin Dutt gewesen. Der ließ seinem Sportvorstand nach dem 3:3-Unentschieden gegen Wehen Wiesbaden keine andere Wahl, indem er seinen Posten selbst infrage stellte – Schindzielorz beurlaubte den 52-fachen VfL-Coach. Auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer will sich der Sportvorstand die nötige Zeit nehmen.

"Ganz, ganz wichtige Entscheidung"

"Natürlich wäre es schön, wenn es frühzeitig über die Bühne geht. Aber die Qualität der Entscheidung ist wichtiger als ein, zwei Tage", sagt der 40-Jährige gegenüber der "Welt" und schenkt bis dahin Heiko Butscher das Vertrauen. Der stand ebenfalls selbst für die Bochumer als Aktiver auf dem Platz, bei der Niederlage in Stuttgart zeigte das Team unter Butscher eine erste Verbesserung. Wer letztlich aber neuer Chefcoach bei den Bochumern wird, bleibt noch offen. "Das ist eine ganz, ganz wichtige Entscheidung", betonte Schindzielorz, während die "Bild"-Zeitung zuletzt den Namen von Hannes Wolf in die Auslosung warf. Der VfL-Sportvorstand hat Zeit, denn die Bochumer müssen nach der Länderspielpause erst wieder am 15. September antreten.