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Trainerumfrage eindeutig: Vier Favoriten auf drei Plätze

© imago images / Zimmermann

Mit dem SC Paderborn und dem 1. FC Union Berlin haben zwei Mannschaften neben dem 1. FC Köln die Liga verlassen, bei denen es im letzten Jahr nicht unbedingt viele im Vorhinein auf dem Schirm hatten. Auch dieses Jahr haben die Zweitliga-Trainer wieder abgestimmt und kamen auf ein Ergebnis, das wieder nicht viele überraschen dürfte.

HSV gilt als Top-Favorit

Dieter Hecking wollte gegenüber dem "Kicker" keine Nominierten für die Aufstiegs-Favoriten nennen, ansonsten hätte wohl sein Hamburger SV ein volles Blatt bekommen – gleich 17 Trainer sind sich einig, dass die Hanseaten sich kein drittes Jahr in der 2. Bundesliga gönnen wollen und dieses Mal den knapp verpassten Aufstieg aus dem Vorjahr nachholen werden. Das verdeutlicht auch FCE-Trainer Daniel Meyer: "Noch einmal wird sich der HSV nicht davon abbringen lassen, den Weg nach oben anzutreten."

Dabei werden die Hamburger dieses Jahr auf schlagfertige Konkurrenz stoßen, denn mit dem VfB Stuttgart, dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96 sind ausschließlich Schwergewichte aus der Bundesliga abgestiegen, wie sich das Trainerumfeld der Liga einig ist. "Die Favoriten auf den Aufstieg sind für mich die Bundesliga-Absteiger Stuttgart, Hannover und Nürnberg sowie der HSV, weil die vier Vereine die besten wirtschaftlichen Voraussetzungen haben", sprach Bielefelds Coach Uwe Neuhaus ganz salopp aus, was wohl der Großteil der Liga denkt: 16 Stimmen entfielen auf die Schwaben, 12 jeweils auf die beiden anderen Absteiger.

Bielefeld der beste Außenseitertipp

Mathematisch ausrechenbar ist schon, dass sich damit viele Trainer auf keine drei Kandidaten zwischen den Top Vier der Liga festlegen will – und dazu noch einige, wenige Ausnahmemannschaften in den Favoritenkreis warfen. Während die Wirtschaftlichkeit bei den Großen wohl ein Signal für den Status eines Favoriten auszustrahlen scheint, können für Fürths Chefcoach Stefan Leitl auch andere Faktoren den Ausschlag geben: "Auch ein etablierter Zweitligist wie Bielefeld kann am Ende Dritter werden." Und damit steht der Trainer der Spielvereinigung nicht alleine dar, denn auch Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim nominierte die Elf von Neuhaus für einen Aufstiegsplatz – ablehnen würde es auf der Alm wohl keiner.

Damit ist Arminia Bielefeld bereits der Erstplatzierte in der Tabelle der Außenseitertipps: Zwei weitere Mannschaften sollen sich diesem dünnen Teilnehmerfeld noch anschließen. VfB-Coach nannte seinen Verein unverblümt als Favoriten, um die Aufstiegsambitionen zu verdeutlichen – aber auch seinen Ex-Klub Kiel scheint der 43-Jährige auf der Agenda zu haben: "Warum Kiel? Weil es jede Saison ein Überraschungsteam gibt. Diese Rolle traue ich diesmal Holstein zu."

"Es nennen sowieso alle dieselben"

Und Aues Daniel Meyer? Der hat auch noch ein Ass im Ärmel. "Dritter Favorit ist für mich Bochum mit einer super Truppe und einem sehr guten Trainer", schlug der Coach aus dem Erzgebirge vor. Bleibt am Ende doch nur die spannende Frage, ob es dieses Jahr das nächste Paderborn gibt und sich eine Mannschaft überraschend in der Spitzengruppe festsetzen und vielleicht sogar den großen Coup landen kann. Denn eines ist gewiss: Die Favoriten stehen sowieso fest. Da kann man sich auch mal enthalten, oder, Herr Hecking? "Es nennen sowieso alle dieselben vier Vereine, da muss ich das ja nicht auch noch tun."