Hartels Traumtor und Eggestein in Topform: St. Pauli bleibt Spitzenreiter
Dank eines 2:0-Sieges in Elversberg hat der FC St. Pauli die Tabellenspitze bereits am Freitagabend behauptet. Die Kiezkicker bleiben in der Liga somit weiterhin ungeschlagen, obwohl ihnen eine intensive Partie im Pokal - inklusive des Weiterkommens - in den Knochen steckte. Am Millerntor herrscht Freude.
"Macht natürlich Spaß"
In der 31. Spielminute zeigte Marcel Hartel einmal mehr, dass er zurzeit der Unterschiedsspieler beim FC St. Pauli ist. Gegen die SV Elversberg führten die Hamburger zu dem Zeitpunkt bereits durch ein Tor von Johannes Eggestein, der sich ebenfalls seit Wochen in Top-Form präsentiert. Dann verwandelte Hartel mit dem zweiten Ballkontakt und mithilfe der Unterkante der Latte einen Schuss traumhaft zum Endstand. "Tore schießen und Assists geben macht natürlich Spaß, aber gewinnen natürlich noch mehr", freute sich der Offensivspieler nach Spielschluss.
Der FC St. Pauli wird die Tabellenspitze somit auch am 12. Spieltag sicher behaupten, denn mit 26 Punkten sind die Kiezkicker von der Konkurrenz nicht einzuholen. Eine abgeklärte Vorstellung an der Kaiserlinde ermöglichte die komfortable Situation. Obwohl das Weiterkommen im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 (2:1) unter der Woche seine Spuren hinterlassen hatte. "Richtung Ende wurden auch die Beine bei mir müde. Aber wir performen aktuell sehr gut und so hat auch jeder Einzelne, auch ich, dann das Selbstvertrauen und das tut uns allen einfach unfassbar gut", so Hartel. Mit sechs Toren und fünf Vorlagen führt der 27-Jährige alle internen Statistiken an.
Irvine mit Spitzenplatz-Ansage
Auch Kapitän Jackson Irvine, der sich die fünfte gelbe Karte abholte und somit in der kommenden Woche pausieren wird, war mit dem Auftritt der Kiezkicker zufrieden. "Es war heute eine sehr reife und starke Vorstellung von uns", fand der Australier, der zwischen den Spielen der letzten Tage an Verletzungen und Magen-Darm-Problemen laborierte. Hinten zu Null, vorne mit Hartel und Eggestein ausgerüstet. Die Struktur der Mannschaft gefiel dem Kapitän - und macht Hoffnung auf mehr: "Wenn du weiter oben bleiben möchtest, musst du dich immer wieder aufs Neue pushen und das machen wir untereinander."
Mit sieben Siegen und fünf Unentschieden bleibt der FC St. Pauli weiterhin ungeschlagen in der Liga. Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatten die Kiezkicker gerade einmal 14 Punkte nach zwölf Spielen auf dem Konto, mussten in der Tabelle nach unten blicken. Es folgten fünf sieglose Spiele bis zur Winterpause, die Cheftrainer Timo Schultz letztendlich den Job kosteten - und Fabian Hürzeler übernahm. Seitdem kassierte St. Pauli nur noch zwei Niederlagen in 31 Partien.