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"Treten seit Wochen stabiler auf": FCM in der Liga angekommen

© IMAGO / HMB-Media

Magdeburg ist angekommen: Mit einem abgezockten 2:1-Sieg verdrängten die Elbestädter den Gegner aus Nürnberg auf einen Abstiegsplatz, während der eigene Vorsprung auf die Gefahrenzone wächst. Die Hälfte der letzten acht Spiele konnten Cheftrainer Christian Titz und seine Mannschaft für sich entscheiden. Daran änderte auch ein kurioses Eigentor nichts.

"Am Tag vorher noch einen verschossen"

Dominik Reimann blieb frustiert auf dem Rücken im Tor liegen, warf verärgert einen Blick nach draußen. Zuvor war dem Torhüter ein scharfer Rückpass bei der Annahme dermaßen versprungen, dass die Kugel geradewegs ins Netz rollte – Eigentor (64.). Der kuriose Gegentreffer brachte den 1. FC Nürnberg kurzzeitig wieder ins Spiel, aber Cristiano Piccini (58./76.) sorgte letztendlich für lächelnde Gesichter bei den Magdeburgern. Über seinen Treffer vom Punkt schmunzelte auch FCM-Coach Christian Titz: "Am Tag vorher hat er im Training noch einen vorbeigeschossen."

Im Spiel blieb der italienische Innenverteidiger eiskalt und besorgte den vierten Sieg in den letzten acht Spielen. Der 1. FC Magdeburg in in der 2. Bundesliga angekommen. "Wir reden jetzt von sechs bis sieben Spieltagen, an denen wir wenig zugelassen haben. Zuvor haben wir uns einfach selbst geschlagen mit individuellen Fehlern. Da waren wir oft auch gut im Spiel drin", hielt Titz in der Gesamtbetrachtung fest. "Das war ein Entwicklungsschritt, den wir als Team gehen mussten. Jetzt belohnt sich die Mannschaft von Woche zu Woche immer mehr."

Titz' Vertrauen ins Team war groß

In der Tabelle bedeutet das, dass die Magdeburger am Gegner aus Nürnberg vorbeizogen und nun zwei Punkte Vorsprung gegenüber den Abstiegsplätzen wahren. "Wir treten seit Wochen stabiler auf", befand Titz, dass sich das Warten gelohnt hat. Denn in Nürnberg war der FCM fast über die gesamte Spieldauer das bestimmende Team. "Wir hatten richtig gute Möglichkeiten schon in der ersten Hälfte, dass wir mit ein, zwei Toren in Führung gehen können", so der FCM-Coach. Nach der Pause habe es dann ein paar wildere Minuten gegeben, aber die Magdeburger "haben dann das Spiel kontrolliert".

Und der Gegentreffer? Der frustrierte Titz nicht, denn das Vertrauen in seine Mannschaft war groß. "Beim 1:1 ging mir nur durch den Kopf, dass das passieren kann. Abhaken und im Spiel drin bleiben", bekräftigte der 51-Jährige, dass er sich keine Sorgen gemacht habe. Vor der Winterpause bekommt es der FCM jetzt noch mit Darmstadt (Donnerstag, 20:30 Uhr) und Bielefeld (Sonntag, 13:30 Uhr) zu tun. Setzen die Magdeburger ihre Stabilität fort, überwintern sie womöglich auf einem Nicht-Abstiegsplatz.