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Trotz Aufstieg: Corona-Krise kostet Arminia bis zu 15 Millionen Euro

© imago images / Dünhölter SportPresseFoto

Kaum ist der Aufstieg in trockenen Tüchern, stehen in Bielefeld die Planungen für die kommende Bundesliga-Saison ins Haus. Dass es dabei zu Schwierigkeiten finanzieller Art kommen könnte, deutet sich bereits jetzt an: Die Corona-Krise reißt ein Loch in den Etat, auch in der neuen Spielzeit werden die Folgen deutlich zu spüren sein.

Einbußen bei TV-Geldern und Sponsoring

In den vergangenen beiden Nächten wurde in Bielefeld der Bundesliga-Aufstieg gefeiert, nach dem Unentschieden zwischen Hamburg und Osnabrück vom Dienstagabend kann auch rechnerisch nichts mehr schiefgehen. Während Sport-Geschäftsführer Samir Arabi gegenüber der Presse das vorbildliche Verhalten der Spieler und Fans in Bezug auf die Einhaltung der Corona-Regeln lobte, dürfte es in seinem Kopf von Zahlen bereits gewimmelt haben. Da Arminias finanzielle Möglichkeiten trotz des Aufstiegs begrenzt sind, braucht es ab jetzt Kreativität.

Besonders die Corona-Krise setzt dem DSC zu: Für die Erstliga-Saison plante der Klub mit 37 Millionen Euro aus TV-Geldern. Der Betrag wird sich nun um mindestens fünf Millionen Euro verringern. Auch im Bereich des Sponsorings sind erhebliche Einbußen zu erwarten, gemessen an den einst kalkulierten Summen berichtet das "Westfalen-Blatt" von etwa 25 Prozent weniger Einnahmen. Der letzte Baustein des finanziellen Fundaments der Arminia ist das Ticketing: Sollten die Geisterspiele auch in der Hinserie der kommenden Spielzeit fortgesetzt werden, entgehen den Ostwestfalen pro Partie bis zu 700.000 Euro.

DSC Schlusslicht im Bundesliga-Etat-Ranking

Die Einnahmeverluste treffen Bielefeld derweil härter als andere Bundesliga-Klubs. So planen die DSC-Verantwortlichen für die nächste Saison mit einer Steigerung des Profi-Etats von zwölf auf 20 Millionen Euro. Damit würde die Arminia in finanzieller Hinsicht die rote Laterne in der 1. Bundesliga übernehmen. Auch die jeweiligen Mit-Aufsteiger werden daran nichts ändern. Selbst das vergleichsweise kleine Heidenheim könnte mindestens mit den Bielefelder Zahlen kalkulieren.