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Trotz Beschluss: HSV und St. Pauli noch nicht mit vollen Stadien

IMAGO

Durch den Senatsbeschluss der Stadt Hamburg könnten der Hamburger SV und der FC St. Pauli theoretisch ab sofort in ausverkauften Stadien spielen. Doch beide Klubs zögern noch damit, wieder alle verfügbaren Plätze zu füllen.

Alte 3G-Regel gegen Nürnberg

Unter Anwendung der 2G-Regel dürfte der HSV am Sonntag zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg vor 57.000 Zuschauern spielen. Doch der einstige Bundesliga-Dino verzichtet freiwillig darauf, wendet noch die 3G-Regel an und verkauft stattdessen nur die erlaubten 19.950 Tickets. Der Grund: Der Vorverkauf für die Partie gegen den FCN wurde noch unter der Maßgabe gestartet, dass nicht nur Geimpfte und Genesene, sondern auch Getestete das Stadion betreten dürfen. Da diese ihre bereits erworbenen Tickets sonst zurückgeben müssten, wird der HSV noch auf eine mögliche volle Auslastung verzichten.

Ein weiteres Problem wäre die Sicherstellung, dass auch Personal wie Ordner oder Verkäufer, die sich auf dem Stadiongelände befinden, unter die 2G-Regel fallen. Dies ist zeitlich aber nicht umsetzbar. Daran könnte auch die grundsätzliche Umsetzung dieser neuen Regel scheitern. Wie die "Bild" berichtet, muss der Klub erst mit seinen Dienstleistern besprechen, ob dieser für die künftig anstehenden Partien genügend Personal hat, das der 2G-Regel entspricht.

"Schritt-für-Schritt-Öffnung" auf St. Pauli?

Beim FC St. Pauli durften beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt am vergangenen Wochenende bereits nur Geimpfte und Genesene ins Stadion. Mit knapp 14.000 Zuschauern war das Stadion dennoch nur zu 50 Prozent ausgelastet. Beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden am 3. Oktober dürfte der Kiezklub theoretisch wieder "ausverkauft" melden. Aber ob die Braun-Weißen tatsächlich jeden Sitz freigeben, ist noch offen, auch wenn die Nordtribüne definitiv wieder geöffnet werden soll. "Wir wissen nicht, ob es den Menschen überhaupt jetzt schon genehm ist, mit wahnsinnig vielen Zuschauern eng an eng zu stehen oder ob wir noch einige Maßnahmen treffen müssen, um zunächst eine Schritt-für-Schritt-Öffnung und -Füllung des Stadions zu ermöglichen", wird Präsident Oke Göttlich von der "Bild" zitiert.