Ungeschlagen gegen den HSV: Kiel feiert Last-Minute-Serie

Holstein Kiel wurde am Montagabend einmal mehr seinem Ruf gerecht, dass es den Hamburger SV in der 2. Bundesliga zur Verzweiflung treiben kann. Mittlerweile sind fünf Begegnungen in der Spielklasse gespielt, nie gingen die Störche als Verlierer vom Platz. In vier dieser Partien gab es zudem den berüchtigten Last-Minute-Treffer.

"Super Gefühl"

Der 3:1-Heimsieg von Holstein Kiel gegen den Hamburger SV am 23. Dezember 2018 war verhältnismäßig langweilig, denn es war das einzige Match zwischen den beiden norddeutschen Klubs, in dem es keinen Treffer in der Nachspielzeit gab. Zugegeben, beim allerersten Aufeinandertreffern zur Saisoneröffnung vor zwei Jahren netzte Mathias Honsak zwar in der dritten Extraminute ein, allerdings war das schon der Treffer zum 3:0-Endstand. Jetzt wiederum reiht sich Joshua Mees in die Liste der Last-Minute-Schützen ein, die spielentscheidend in die Begegnungen eingriff - und das zum dritten Mal in Folge.

Rückblick: Im November 2019 rettete Timo Letschert in der Nachspielzeit einen Punkt für den HSV, ein halbes Jahr darauf war es Jae-Sung Lee für die Kieler Störche. Nun also Mees. "Das war ein super Gefühl", freute sich der Joker über seinen ersten Saisontreffer für Holstein, der am Ende so entscheidend war. Überraschend aber nicht, wie Mees erklärte: "In den letzten Wochen konnten wir uns ein Selbstverständnis aufbauen, dass wir, selbst wenn es in den ersten 90 Minuten nicht geklappt hat, auch am Schluss noch die Bude machen können." Und so kam es schließlich auch.

Erst reingepresst, dann reinpressen

Das Spiel blickt dabei auf zwei unterschiedliche Hälften der Kieler zurück. "Wir haben in der ersten Halbzeit zu passiv verteidigt, haben uns zu weit hinten reindrängen lassen und mussten deshalb viel ohne Ball laufen", sah auch Angreifer Fabian Reese, dass die KSV zu großen Teilen vom vermeintlichen Favoriten extrem beschäftigt wurde. Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Blatt allerdings komplett: "In Halbzeit zwei haben wir mit mehr Mut gespielt und konnten den HSV hinten reinpressen. Sie konnten sich keine klaren Chancen mehr erspielen und wir haben uns einen verdienten Punkt, am Ende hätten es fast noch drei sein können, gesichert." Das sei besonders für die Moral wichtig gewesen.

Somit geht Holstein Kiel nun mit zwölf Punkten und dem vierten Tabellenplatz in die Länderspielpause. Wohlwissend, dass sie einmal mehr den "großen HSV" ärgern konnten, wie auch Alexander Mühling schmunzelnd hinzufügte: "Wir können mit dem Saisonstart zufrieden sein und natürlich freut es uns auch sehr, dass wir erneut keine Niederlage gegen den HSV eingefahren haben." Weiter geht es für die Störche am Samstag in zwei Wochen (21. November), dann wartet der 1. FC Heidenheim.

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