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"Unverschuldet in Schwierigkeiten" – SGD hadert mit Geisterspielen

IMAGO / Dennis Hetzschold

Seit dem Montag herrscht in Sachsen ein Teil-Lockdown. Davon sind auch Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden betroffen, die ihre Heimspiele fortan wieder ohne Zuschauer austragen müssen. Nun äußerten sich die Schwarz-Gelben zur Situation und äußern ihr Unverständnis.

Keine Chance für Hygienekonzepte

Mindestens das Heimspiel der SGD gegen den Karlsruher SC am 5. Dezember und das Derby in Aue (12.12.) werden vor leeren Rängen ausgetragen. Vorerst gelten die Regelungen in Sachsen bis zum 12. Dezember. Fraglich, ob die politischen Vorgaben danach wieder gelockert werden. Eine "Anpassung der Gesetzeslage" sei aufgrund des starken Anstiegs der Corona-Fälle zu erwarten gewesen, sagt SGD-Geschäftsführer Jürgen Wehlend in einem Statement.

Aber: "Die Entscheidungen, so notwendig sie angesichts der mittlerweile entstandenen Situation sind, bringen Veranstalter wie die SG Dynamo Dresden erneut unverschuldet in wirtschaftliche und atmosphärische Schwierigkeiten", meint der gebürtige Dresdner. "Wir machen Fußball für Menschen – es ist ermüdend, dass weder funktionierende noch verschärfte Hygienekonzepte im Rudolf-Harbig-Stadion überhaupt keine Anwendung finden dürfen."

Geisterspiele sind Wettbewerbsnachteil

Stattdessen sei der erneute Lockdown nach Auffassung der Schwarz-Gelben "durch ein frühzeitigeres und weitsichtigeres Agieren" vermeidbar gewesen. Auch Ralf Becker, Geschäftsführer Sport, zeigt sich enttäuscht, hatte gehofft, "die Phase der ‚Geisterspiele‘ hinter uns lassen zu können". Neben Leipzig, Aue und Zwickau der einzige Standort im deutschen Profi-Fußball zu sein, der ohne Zuschauer spielen muss, sei "sowohl sportlich als auch atmosphärisch und wirtschaftlich ein Wettbewerbsnachteil".