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Verbesserter FCI verspielt Führung: "Qualität, die uns wehtut"

© IMAGO / Zink

Im Vergleich zum Saisonauftakt zeigte sich der FC Ingolstadt beim ersten Heimauftritt zwar deutlich verbessert, ging am Ende trotzdem mit leeren Händen vom Platz – trotz Führung, denn binnen 120 Sekunden konnte Heidenheim die Partie bei den Schanzern drehen. Die Art und Weise des Spiels macht Cheftrainer Roberto Pätzold zuversichtlich.

Statistik belegt Verbesserung

Im ersten Abschnitt atmeten die Schanzer noch auf, als ein Eigentor von Thomas Keller zurecht wegen einer Abseitsposition zurückgenommen wurde. Dann war der Jubel sogar noch größer, als Filip Bilbija zum ersten Zweitliga-Treffer seit über zwei Jahren einnetzte – damals hieß der Gegner bereits Heidenheim. Und ebenso, wie an jedem 34. Spieltag, hatten die Brenzstädter eine Antwort für die Schanzer parat. "Wir verteidigen im Strafraum dann nicht gut und die 2. Liga zeigt halt die Qualität der Spieler, die aus wenigen Möglichkeiten eiskalt Tore erzielen und uns wehtun können", fasst FCI-Cheftrainer Roberto Pätzold in der Pressekonferenz zusammen.

Zwei Treffer der Gäste (73., 75.) drehten die Partie und brachten Ingolstadt auf die Verliererspur. Nach zwei Spieltagen steht nichts Zählbares auf dem Konto der Schanzer, aber der Optimismus bleibt. "Wir haben eine deutliche Entwicklung gesehen zum Spiel vor einer Woche in Dresden, das geben die Statistiken auch her", verdeutliche Pätzold anhand der Zahlen. "Wir haben deutlich mehr Torschüsse gehabt und viel mehr Strafraumszenen erspielt, auch viel weniger zugelassen." Nur am Ende war es noch nicht genug, weil auch Ingolstadt die eigenen Chancen nicht weiter ausnutzte.

"Hätten es heute verdient gehabt"

"Hier und da haben wir es im Umschaltspiel leider nicht klar genug ausgespielt", ging Pätzold auch in die Kritik. Klar scheint aber, dass der FCI auf der Leistung gegen Heidenheim aufbauen kann. "Wir hätten es heute verdient gehabt, mindestens einen Punkt mitzunehmen, wenn nicht sogar mehr", war sich der Cheftrainer nach intensiven 90 Minuten sicher. Kapitän Stefan Kutschke stimmte dem Übungsleiter zu: "Es war eine deutliche Leistungssteigerung. Wir haben über weite Phasen ein gutes Spiel gemacht."

Gerade in der ersten Hälfte sei es aber Ingolstadts Manko gewesen, dass "wir den besserpostierten Mann nicht gefunden haben", so Kutschke. Zwar belohnte sich der FCI dann doch noch, aber zahlte auch weiterhin Lehrgeld. Das sahen auch rund 3.360 Fans im Stadion ähnlich. Kutschke war froh, dass soviele Zuschauer zurückkehrten, wie möglich war. "Es ist immer etwas schönes, vor Zuschauern zu spielen, als wenn du das Gefühl hast, dass du sonntags irgendwo auf dem Sportplatz bist. Wir hätten unseren Fans gerne ein Heimsieg geschenkt", erklärte der Stürmer. Die nächste Gelegenheit folgt am kommenden Montag (18:30 Uhr), wenn der FCI im DFB-Pokal auf Erzgebirge Aue trifft.