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Verein hat Situation "überdenken müssen": Im Rückspiel 2.350 Fans zugelassen

IMAGO / Picture Point

Vor dem Liga-Finale gegen Darmstadt verzichtete Holstein Kiel im eigenen Stadion auf Zuschauer, obwohl eine Teilzulassung möglich gewesen wäre – aus vertretbaren Gründen, dass der Verein keine Sonderrolle in der Corona-Pandemie einnehmen wolle. Die Auffassung besteht weiterhin, doch vor dem Relegations-Rückspiel gegen Köln gibt es ein Umdenken. 2.350 Fans dürfen das Spiel vor Ort verfolgen.

"Hart zu entscheiden"

Gemeinsam mit Stadt und Land hat Holstein Kiel ein Modellprojekt entworfen, dass 2.350 Zuschauer im kommenden Heimspiel am Samstag (18 Uhr) ermöglicht. "Nach dem Spiel gegen Darmstadt 98 haben wir uns aber mit der Stadt und den zuständigen Behörden ausgetauscht", erklärte KSV-Präsident Steffen Schneekloth, nachdem man am 34. Spieltag auf entsprechende Modelle freiwillig verzichtete. Eine Sonderrolle will Kiel weiterhin nicht einnehmen, doch eine Teilzulassung von Zuschauern kann jetzt erfolgen. Dazu habe auch die Entscheidung beigetragen, dass in Schleswig-Holstein generell wieder Veranstaltungen mit Gästen ermöglicht werden sollen, sodass der Verein seine Haltung "überdenken" musste.

Nun werden 2.350 Karten verteilt, einen freien Verkauf wird es nicht geben. "Natürlich ist es immer hart zu entscheiden, wer am Ende eine Karte bekommt und wer nicht. Wir haben daher versucht, möglichst vielen unserer Fans und Partner, die uns das ganze Jahr die Treue gehalten haben, einen Platz im Stadion zu ermöglichen", versicherte Schneekloth, dass die Tickets mit Bedacht herausgegeben werden. Inhaber der 'HolsteinHerz-Dauerkarten' stehen im Fokus.

Appell an die Fans

Im Rahmen des Stadionbesuchs gelten weiterhin die hygienischen Maßnahmen, seitens der Stadt Kiel wird es "rund um das Stadion eine gesonderte Spieltagsregelung" geben. Der Verein bittet jeden Fan, der kein Ticket besitzt, von einem Besuch am Stadion abzusehen – trotz der Möglichkeit, dass Kiel am Samstag erstmals in die Bundesliga aufsteigen könnte. Für Ticketbesitzer gilt weiterhin, dass ein "aktueller und negativer Schnelltest" vorgewiesen werden muss. Karten werden grundsätzlich personalisiert.